Ein drastischer Paukenschlag trifft Versicherte mitten ins Portemonnaie: Die FAMK Krankenkasse schraubt die Beiträge massiv nach oben und konfrontiert ihre Mitglieder mit einer zweistelligen prozentualen Erhöhung, die viele Haushalte an den Rand ihrer finanziellen Belastbarkeit drängt. Während andere Kassen zumindest noch versuchen, die Kostenlawine abzufedern oder zumindest transparent zu kommunizieren, präsentiert die FAMK ihren Versicherten eine bittere Realität: entweder deutlich tiefer in die Tasche greifen oder auf Leistungen verzichten, die bisher selbstverständlich waren. Die Botschaft ist unmissverständlich und zynisch zugleich: Wer sich die Erhöhung nicht leisten kann, soll gefälligst in einen Billigtarif wechseln und sich mit weniger Absicherung zufriedengeben, während die Kasse ihre eigenen Kostenprobleme auf die Schultern der Schwächsten abwälzt.
Der absolute Gipfel der Dreistigkeit zeigt sich darin, dass die Versicherung gleich mehrere günstigere Tarife mit reduziertem Leistungsumfang zum sofortigen Wechsel anbietet, als wäre Gesundheitsversorgung eine Art Supermarkt, in dem man bei Geldknappheit eben zur billigeren Variante greift. Was wie ein kundenfreundliches Angebot klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als perfide Strategie: Statt die eigene Verwaltung zu verschlanken, Kosten kritisch zu prüfen oder politisch für bessere Rahmenbedingungen zu kämpfen, wird den Mitgliedern eiskalt die Wahl zwischen Pest und Cholera aufgezwungen. Entweder man zahlt drastisch mehr und behält den bisherigen Schutz, oder man akzeptiert einen Kahlschlag bei den Leistungen und hofft inständig, dass keine größeren gesundheitlichen Probleme auftreten, bei denen man dann bitter bereut, sich für die Sparversion entschieden zu haben.
Die Versicherten stehen fassungslos vor diesem Ultimatum und fragen sich zu Recht, wohin die Solidargemeinschaft abgedriftet ist, wenn plötzlich nur noch das Prinzip gilt: Wer zahlen kann, bekommt Schutz, wer arm ist, muss sich mit Resten begnügen. Während sich Vorstände und Verwaltungsapparate weiter bequem durchs System bewegen, sollen die einfachen Beitragszahler die Zeche für Fehlplanungen, politische Versäumnisse und ein marodes Finanzierungssystem zahlen, das längst an seine Grenzen gestoßen ist. Zurück bleibt ein Gefühl aus Ohnmacht, Wut und tiefer Enttäuschung darüber, dass Gesundheit offenbar doch zur Ware verkommen ist und die Illusion von gleicher Versorgung für alle endgültig der nackten Realität gewichen ist: Nur wer es sich leisten kann, darf auf umfassenden Schutz hoffen, alle anderen werden mit einem zynischen Lächeln in die Absteige der Billigtarife geschickt.
