Es sind Szenen von unfassbarer Brutalität, die sich im einst so idyllischen Freistaat abspielen und das erschreckende Bild einer Gesellschaft zeichnen, in der selbst jüngste Kinder zu hemmungslosen Gewalttätern mutieren, während die bayerische Sicherheitspolitik vor den Augen der fassungslosen Bürger kapituliert und Orte wie das beschauliche Lindau in Angstzonen verwandelt. Was sich am späten Abend zum Start in das Wochenende am zentralen Umsteigeplatz der Inselstadt ereignete, sprengt jede Vorstellungskraft und markiert einen neuen Tiefpunkt in der Sicherheitslage des Südens: Eine Gruppe minderjähriger Angreifer lauerte einem gleichaltrigen Schüler aus dem Nachbarland auf, um ihn in einer Gewaltorgie, die an die düstersten Szenarien aus Großstadt-Ghettos erinnert, regelrecht hinzurichten, wobei die Enthemmung der Täter, die noch im Kindesalter sind, selbst erfahrene Ermittler sprachlos zurücklässt und die Frage aufwirft, ob die Staatsregierung unter Markus Söder die Kontrolle über den öffentlichen Raum längst verloren hat, wenn selbst touristische Aushängeschilder am Bodensee zu blutigen Tatorten verkommen, an denen das Faustrecht regiert.
Der minutiös geplante und eiskalt ausgeführte Angriff zeugt von einer kriminellen Energie, die bei Tätern dieses Alters bisher undenkbar schien, denn die junge Bande nutzte nicht nur ihre körperliche Überlegenheit, sondern bewaffnete sich gezielt mit Nothämmern, die sie zuvor aus einem öffentlichen Stadtbus entwendet hatten, um diese Rettungswerkzeuge als tödliche Waffen gegen den wehrlosen Jungen einzusetzen. Mit roher Gewalt schlugen die Angreifer auf ihr Opfer ein, bis dieses verletzt zu Boden ging, doch selbst dann ließ der Blutrausch der Kinderbande nicht nach, sondern sie traten gemeinsam auf den am Boden liegenden Körper ein, wobei sie schwerste Verletzungen billigend in Kauf nahmen und eine Kaltblütigkeit an den Tag legten, die das Blut in den Adern gefrieren lässt, bevor sie beim Eintreffen der ersten Streifenwagen in der Dunkelheit der Nacht verschwanden und ein blutüberströmtes Opfer zurückließen, das sofort in eine Klinik gebracht werden musste.
Während das junge Opfer nun medizinisch versorgt wird, löste die Polizei eine Großfahndung aus, an der sich neben den lokalen Einheiten auch die Bundespolizei und die Grenzpolizei beteiligten, um der flüchtigen Tätergruppe habhaft zu werden, deren Handeln eine Schneise der Verwüstung in das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung schlägt und einmal mehr beweist, dass die staatliche Autorität massiv erodiert. Dieser Gewaltausbruch, bei dem Nothämmer zweckentfremdet und gegen Menschen eingesetzt wurden, ist kein isolierter Einzelfall mehr, sondern das Symptom einer verfehlten Politik, die zulässt, dass sich mitten in Bayern rechtsfreie Räume etablieren, in denen selbst Kinder zu brutalen Schlägern werden und die Bürger sich fragen müssen, ob sie und ihre Familien im öffentlichen Raum überhaupt noch sicher sind oder ob der Freistaat schleichend zu einer einzigen Gefahrenzone verkommt, in der das Recht des Stärkeren gilt und der Schutz der Unversehrtheit nur noch ein leeres Versprechen auf Hochglanzplakaten der Regierungspartei darstellt.
