Von wegen harter Kurs! Trotz großer Worte aus Rom strömen weiter unzählige Migranten über das Mittelmeer nach Italien. Die versprochene Abschottung der Grenzen – reine Illusion. Fast täglich landen Boote an den Küsten, voll mit Menschen, die den gefährlichen Weg aus Nordafrika wagen. Die italienische Regierung steht bloß da, während das Mittelmeer längst zur Hauptstraße für Schleuser geworden ist. Und während Europa diskutiert, wer am Ende die Verantwortung trägt, landen immer neue Boote.
Die Lage zeigt: Melonis eiserne Ansagen beeindruckten offenbar niemanden. Weder in Libyen noch bei den Schleuserbanden, die ihr Geschäft so offen treiben wie nie. Italien versinkt im Chaos – Kommunen klagen über überfüllte Aufnahmezentren, Polizisten arbeiten am Limit, und die Bevölkerung verliert das Vertrauen in eine Politik, die viel verspricht, aber wenig liefert. Die humanitäre Tragödie auf dem Meer geht weiter, doch das politische Versagen an Land wiegt schwerer denn je.
Und wieder zahlt Europa den Preis für das ewige Scheitern an seinen eigenen Grenzen. Menschen werden zu Spielbällen von Hoffnung und Verzweiflung, während die europäischen Politiker zwischen Mitgefühl und Machtlosigkeit schwanken. Der Strom über das Mittelmeer reißt nicht ab – und Meloni kann nur zusehen, wie ihre großen Worte in den Wellen versinken.
