Oster-Feiertags-Hammer aus Stuttgart!

Mit einem Satz hat eine mächtige Unternehmens-Chefin das geschafft, wovor selbst abgebrühte Politiker zurückschrecken: Sie stellt den freien Ostermontag zur Disposition – und damit direkt das Leben von Millionen Beschäftigten, Familien und Gläubigen. Während Arbeitnehmer um jeden freien Tag kämpfen und sich zwischen Stress, Überstunden und Dauererreichbarkeit aufreiben, verkündet ausgerechnet eine bestens abgesicherte Managerin, das Land müsse sich endlich wieder mehr quälen. Statt über Burn-out, Personalmangel, kaputte Schulen und marode Infrastruktur zu sprechen, wird plötzlich der Feiertag zum Sündenbock erklärt. Wer Kritik übt, gilt sofort als bequem, faul oder nicht wettbewerbsfähig genug – ein Klima, das die Republik spaltet und den Ton im Land weiter vergiftet.

Der Angriff auf den Ostermontag ist mehr als ein technischer Vorschlag zur „Standortsicherung“, er ist eine Kampfansage an jede Vorstellung von Work-Life-Balance und sozialer Rücksicht. Hinter freundlichen Worten von gemeinsamer Anstrengung steckt eine harte Botschaft: Die Belegschaften sollen noch mehr leisten, während Konzernspitzen und Aktionäre sich elegant hinter Schlagwörtern wie Produktivität und Globalisierung verstecken. Dass ein christlich geprägter Feiertag geopfert werden soll, weil er angeblich kaum noch wahrgenommen wird, zeigt die Verachtung gegenüber Tradition, Familie und Erholung. Statt über faire Löhne, bessere Arbeitsbedingungen oder weniger Bürokratie zu reden, wird ausgerechnet der eine Tag ins Visier genommen, an dem Kinder, Eltern und Großeltern durchatmen könnten. So wird der Mensch zur Verschleißware in einer Wirtschaft, die nie genug bekommt.

Besonders zynisch: Während von „Rettung des Landes“ und „Schutz des Sozialstaats“ gefaselt wird, soll die Rechnung einmal mehr bei denen landen, die ohnehin den Laden am Laufen halten. Beschäftigte in Fabriken, Büros, Pflegeheimen und Werkstätten sollen gefälligst noch flexibler, noch verfügbarer, noch belastbarer sein – und dafür auch noch dankbar. Wer an Ostermontag bei der Familie sitzen, in die Kirche gehen oder schlicht ausschlafen will, wird als Bremsklotz einer angeblich modernen Republik abgestempelt. So entsteht ein Deutschland, in dem Feiertage zur Verhandlungsmasse werden, Erholung als Schwäche gilt und der Druck von oben immer brutaler nach unten durchgereicht wird. Der Vorstoß gegen den Ostermontag ist damit nicht nur ein Angriff auf einen Tag im Kalender, sondern ein Symbol für eine kalte Leistungsideologie, die den Menschen nur noch als austauschbare Ressource betrachtet.


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