Sexskandal in der Regierung: Australiens Premierminister „schockiert und empört“!

 

Am Dienstag äußerte sich Australiens Premierminister Scott Morrison zu den jüngsten Sexskandalen, die derzeit die Regierung des Landes erschüttern. „Ich bin schockiert, und ich bin empört. Es ist beschämend. Wir müssen die Politik in dieser Sache beiseitelassen, und wir müssen dieses Problem erkennen, zugeben und beheben“, sagte der Premierminister. Der Fernsehsender Network 10 berichtete am Montag, dass mehrere männliche Regierungsmitarbeiter eine Facebook-Messenger-Gruppe eingerichtet hatten, die es ihnen ermöglichte, Bilder und Videos von sexuellen Handlungen zu teilen, die im Parlament durchgeführt wurden. Nach einer Reihe von Vergewaltigungsvorwürfen im australischen Bundesparlament hielt die Bewegung „Women’s March 4 Justice“ mehr als 40 große Kundgebungen im ganzen Land ab. Mehrere Tausend Demonstranten forderten, die derzeitige Regierung abzuwählen und ein Machtwechsel im Bundesparlament durchzuführen. Sie verlangten, dass alle Politiker die Probleme der Frauenfeindlichkeit, der gefährlichen Arbeitsplatzkultur und fehlenden Gleichberechtigung in Politik und Gesellschaft ansprechen und denen ein Ende setzen. Gefordert wird außerdem die Einrichtung einer unabhängigen Kommission zur Untersuchung von Korruption in der Bundespolitik. Eines der letzten Vergewaltigungsopfer im Bundesparlament war Brittany Higgins. Ein Kollege habe sie 2019 im Büro des damaligen Verteidigungsministers missbraucht. Sie sagte, sie sei damals nicht zur Polizei gegangen, aus Angst, ihren Job zu verlieren. Der Vergewaltigungsvorwurf der Mitarbeiterin veranlasste Scott Morrison, eine Überprüfung der Arbeitsplatzkultur im Parlamentsgebäude durch die Beauftragte für Geschlechterdiskriminierung, Kate Jenkins anzuordnen. Die Untersuchung soll im November zu Ende sein. Morrison sagte, er sei offen dafür, dass seine Liberal Party of Australia eine Mindestquote für weibliche Kandidatinnen bei Wahlen einführen wird.

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