Völkerrecht: MACHTRAUSCH IM WEISSEN HAUS!

Washington – Ein Interview wie ein Donnerschlag: Donald Trump hat der Welt in einem schonungslosen Gespräch mit der New York Times gezeigt, wie wenig ihn Regeln, Grenzen und internationale Gepflogenheiten kümmern. Auf die Frage nach Schranken seiner Macht liefert er eine Antwort, die selbst erfahrene Beobachter schlucken lässt. Nicht Gesetze, nicht Abkommen, nicht das Völkerrecht sollen ihn bremsen, sondern allein sein eigener Kopf. Eine neue Weltordnung, verkündet im Brustton der Überzeugung, bei der Moral zur Privatsache erklärt wird und globale Regeln zur Auslegungssache verkommen.

Besonders hart geht Trump mit Europa ins Gericht. Er inszeniert sich als Retter, als einziger Garant für Sicherheit und Zusammenhalt, während er den Partnern mangelnde Disziplin vorwirft. Seine Botschaft ist klar und brutal: Ohne ihn sei der Kontinent verloren, ohne seinen Druck sei das Bündnis schwach. Gleichzeitig schwingt eine Drohung mit, die wie ein Echo aus dunklen Zeiten klingt. Russland, so Trump, fürchte nur die Stärke der Vereinigten Staaten, alles andere sei bedeutungslos. Loyalität fordert er ein, Vertrauen schenkt er kaum.

Am brisantesten aber ist sein Griff nach Grönland. Für Trump geht es nicht um Diplomatie, nicht um Verträge oder internationale Regeln, sondern um Besitz und psychologische Macht. Eigentum sei der Schlüssel zum Erfolg, erklärt er, alles andere reiche nicht aus. Auf die Frage nach dem internationalen Recht windet er sich, relativiert, deutet an, dass Gesetze nur gelten, solange sie seiner Definition entsprechen. Ein Präsident, der sich selbst zum Maßstab macht – und eine Welt, die sich fragen muss, wie viel Willkür sie noch erträgt.


Entdecke mehr von Pressecop24.com

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.