ADAC IM STURM DER EMPÖRUNG – WIE EIN KLIMA-VORSTOSS DEN AUTOKLUB INS CHAOS STÜRZTE

Frankfurt am Main erlebt einen beispiellosen Vertrauensbruch: Beim ADAC bebt der Boden, nachdem ausgerechnet der eigene Verkehrspräsident öffentlich Positionen vertrat, die viele Mitglieder als Schlag ins Gesicht empfanden. Ein Interview kurz vor den Feiertagen löste eine Kündigungswelle aus, die den Verein erschütterte und den Eindruck nährte, der traditionsreiche Autoklub entferne sich von seiner Rolle als Schutzschild der Autofahrer. Der öffentliche Aufschrei war laut, die Enttäuschung greifbar, der Schaden für das Image immens. Am Ende blieb das Gefühl, dass die Sorgen der Mitglieder überhört wurden und der Klub plötzlich gegen jene argumentierte, die er eigentlich vertreten sollte.

Auslöser war ein Interview in der Neue Osnabrücker Zeitung, in dem Gerhard Hillebrand höhere Kraftstoffpreise als Lenkungsinstrument verteidigte und den Wechsel zu alternativen Antrieben forcieren wollte. Worte über stärkere Belastungen und strikte Klimaziele trafen viele Autofahrer ins Mark, vor allem jene, die auf ihr Fahrzeug angewiesen sind und sich ohnehin unter Druck fühlen. Statt Verständnis und Ausgleich zu hören, lasen sie Mahnungen und Warnungen. Innerhalb kürzester Zeit entlud sich der Frust in massenhaften Austritten, begleitet von dem Vorwurf, der ADAC habe den Kontakt zur Basis verloren und die Lebensrealität vieler Menschen verkannt.

Der Klub versuchte gegenzusteuern, betonte seine Linie der bezahlbaren Mobilität und distanzierte sich von zusätzlichen Belastungen ohne sozialen Ausgleich. Doch der Schaden war angerichtet. Der Rückzug Hillebrands wurde zum sichtbaren Zeichen einer tiefen Krise, die das Selbstverständnis des Vereins erschüttert. Übergangsweise übernimmt Karsten Schulze den Aufgabenbereich, während intern die Aufarbeitung läuft. Was bleibt, ist ein bitterer Nachgeschmack: Ein Autoklub, der Millionen Menschen verbindet, steht plötzlich unter dem Verdacht, seine eigene Mission aus den Augen verloren zu haben. Die Frage, ob der ADAC wieder zum kompromisslosen Anwalt der Autofahrer wird, hängt nun wie eine dunkle Wolke über dem Verein.

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