Washington bebt. Mit einem harten Federstrich zieht US-Präsident Donald Trump die Vereinigten Staaten aus einer ganzen Reihe internationaler Organisationen zurück. Das Dekret aus dem Weißen Haus ist ein politischer Donnerschlag. Trump macht klar: Amerika will sich nicht länger gängeln lassen, nicht bevormunden und nicht in fremde Agenden pressen. Internationale Gremien, die aus Sicht seiner Regierung gegen nationale Interessen arbeiten, verlieren schlagartig die Unterstützung der Supermacht.
Besonders hart trifft es Einrichtungen aus dem Umfeld der Vereinten Nationen. Betroffen sind Behörden und Kommissionen, die sich mit Themen wie Bevölkerung, Klima, Arbeit und gesellschaftlichem Wandel befassen. Im Umfeld des Präsidenten heißt es, diese Gremien hätten sich von ihrem eigentlichen Auftrag entfernt und würden politische Ideologien fördern. Begriffe wie Diversität und sogenannte woken Programme gelten in Washington als rotes Tuch. Trump setzt stattdessen auf nationale Souveränität und klare Prioritäten.
Doch der Rückzug geht weit über die UN hinaus. Auch internationale Zusammenschlüsse ohne direkten Bezug zu den Vereinten Nationen stehen auf der Streichliste. Kooperationen zu Demokratiefragen, transatlantischem Austausch und globaler Sicherheit verlieren ihren wichtigsten Geldgeber und politischen Motor. Kritiker warnen vor einem massiven Machtvakuum auf der Weltbühne. Trumps Anhänger feiern den Schritt als Befreiungsschlag. Amerika zuerst – diese Botschaft hallt nun weit über Washington hinaus.
