Reute (Schweiz) steht unter Schock. In dem kleinen Ort herrscht plötzlich eine Stimmung wie in einem schlechten Film: Verunsicherung, Angst, Misstrauen – und mittendrin eine Primarschule, die komplett schließen musste. Der Grund: Ein Vater soll Kinder und Lehrkräfte bedroht haben, so ernst, dass die Schulleitung die Reißleine zog. In einem Elternbrief ist von einem Klima die Rede, in dem normaler Unterricht nicht mehr möglich sei.
Was genau gesagt oder angedroht wurde, bleibt unklar, doch genau diese Ungewissheit frisst sich in die Köpfe der Familien. Eltern berichten, ihre Kinder hätten Angst auf dem Schulweg, einige seien deshalb schon aus dem Unterricht genommen worden. Die Lage soll sich in kurzer Zeit zugespitzt haben, bis schließlich nur noch eine Entscheidung blieb: Türen zu, Betrieb einstellen, Sicherheit vor Stundenplan. Die Botschaft, die im Ort hängen bleibt, ist brutal: Wenn Erwachsene eskalieren, sind am Ende die Kinder die, die dafür bezahlen.
Die Polizei ist informiert, die Gemeinde spricht offen von einer Bedrohungslage. Auslöser soll ein Vorfall im Nachbarort gewesen sein, der zu einer Anzeige bei den Behörden geführt habe, auch wenn offiziell von einem Ereignis im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr die Rede ist. Für die Eltern zählt aber weniger die juristische Einordnung als das Gefühl, dass etwas aus dem Ruder gelaufen ist. Jetzt beginnen die Sportferien für die Kinder faktisch früher – nicht aus Freude, sondern weil ein ganzes Dorf hofft, dass sich die Situation bis zur geplanten Wiederöffnung endlich beruhigt und die Schule wieder das wird, was sie sein sollte: ein sicherer Ort.
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