Berlin im Alarmzustand: Die Zahl der Asyl-Folgeanträge schießt plötzlich durch die Decke wie nie zuvor. Noch vor wenigen Monaten ahnte niemand diesen Ansturm, doch dann kippte die Lage schlagartig. Behörden sprechen von einer regelrechten Explosion, die das gesamte System unter Druck setzt. Besonders auffällig ist der starke Zuwachs bei Menschen aus Afghanistan. In den Amtsstuben herrscht Fassungslosigkeit, denn die Welle kam schneller und heftiger als erwartet.
Auffällig ist vor allem, wer die neuen Anträge stellt. Ein Großteil stammt von afghanischen Frauen und Mädchen, die erneut Schutz suchen. Viele von ihnen waren zuvor bereits abgelehnt worden und greifen nun zu einem neuen rechtlichen Weg. Die Anerkennungsquote ist außergewöhnlich hoch, was die Debatte weiter anheizt. Kritiker warnen vor einer Sogwirkung, während Helfer von einem notwendigen Schutz für besonders gefährdete Menschen sprechen.
Auslöser der Entwicklung ist ein wegweisendes Urteil aus Europa. Darin wird klargestellt, dass afghanischen Frauen grundlegende Rechte allein wegen ihres Geschlechts verwehrt werden. Diese systematische Unterdrückung gilt nun pauschal als Verfolgung. Die Folge: Allein die Herkunft reicht aus, eine individuelle Begründung ist nicht mehr nötig. Für Deutschland bedeutet das eine Zäsur im Asylsystem – mit Folgen, die Politik und Gesellschaft noch lange beschäftigen werden.
