Berlin bebt. Hinter den Kulissen des Bundestages brodelt ein Machtkampf, der den Parlamentsalltag erschüttert. Mehrere Mitarbeiter der AfD stehen plötzlich vor verschlossenen Türen, dürfen ihre Arbeitsplätze nicht betreten und sind faktisch kaltgestellt. Offiziell heißt es, es gehe um Sicherheit und Ordnung im Hohen Haus. Inoffiziell wächst der Verdacht, dass hier politische Linien gezogen werden. Die Verwaltung verweist auf Prüfverfahren, die Partei spricht von Ausgrenzung. Wer recht hat, bleibt im Dunkeln – Transparenz sieht anders aus.
Jetzt geht die AfD in die Offensive. Parlamentsgeschäftsführer Bernd Baumann kündigt juristische Schritte gegen Bundestagspräsidentin Julia Klöckner an. Sein Vorwurf ist schwer: systematische Benachteiligung im parlamentarischen Betrieb. Doch auch er nennt keine konkreten Gründe, warum die betroffenen Mitarbeiter als Risiko gelten sollen. Genau dieses Schweigen heizt die Debatte an. Im Bundestag kursiert die Frage, ob hier Sicherheit schützt – oder Politik aussiebt.
Besonders brisant ist der Streit um die Hausordnung. Baumann kritisiert eine Wortänderung, die aus klaren Gefahren plötzlich vage Risiken macht. Ein Begriff, so sein Vorwurf, der dehnbar sei und Entscheidungen im Graubereich ermögliche. An seiner Seite steht AfD-Chefin Alice Weidel, die ebenfalls Alarm schlägt. Während Verwaltung und Partei mauern, wächst draußen der Druck. Denn wenn der Zugang zum Parlament zur politischen Waffe wird, steht mehr auf dem Spiel als ein Hausausweis – es geht um Vertrauen in die Spielregeln der Demokratie.
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