Leipzig – Wieder Gericht, wieder Schlagzeilen, wieder ein bitteres Ende! Die frühere Ballermann-Ikone Melanie Müller steht erneut am Pranger. Im Berufungsprozess fällt das Urteil gnadenlos aus: schuldig! Das Gericht ist überzeugt, dass der umstrittene Auftritt mit dem verbotenen Gruß stattgefunden hat. Müller weist die Vorwürfe weiter von sich, spricht von Missverständnissen und fühlt sich verfolgt. Doch die Richter bleiben hart – und die Karriere der einst gefeierten Stimmungssängerin bekommt den nächsten schweren Schlag. Aus Party wird Prozess, aus Applaus wird Anklage.
Vor Gericht folgt dann die bittere Beichte: Geldsorgen, Existenzangst, Absturz. Müller zeichnet das Bild eines Lebens, das aus den Fugen geraten ist. Die Einnahmen aus Musik und Auftritten seien praktisch versiegt, der frühere Glanz von Mallorca längst Geschichte. Statt großer Bühnen nur noch ein Job im Hintergrund, statt Jubelrufen das Zittern um die Zukunft. Sogar das eigene Zuhause steht offenbar auf der Kippe. Tränen, Rechtfertigungen, Selbstmitleid – der Saal erlebt eine Frau, die um ihr altes Leben ringt.
Besonders pikant: Die einst so selbstbewusste Entertainerin kann sich nicht mehr allein über Wasser halten. Unterstützung kommt nun aus dem engsten Umfeld. Ein Zustand, der ihr sichtlich zusetzt. Vorbei die Zeiten von Luxus, Fernsehruhm und Dauerparty. Zurück bleibt ein Scherbenhaufen aus Fehltritten, Urteilen und finanzieller Not. Der Fall Müller zeigt schonungslos: Wer zu hoch fliegt, kann tief fallen – und der Weg zurück ins Rampenlicht wird immer länger.
