Die politische Mitte steht Kopf! Kaum ein Thema erhitzt die Gemüter so sehr wie die Frage, wie viele Menschen noch in die Schweiz kommen sollen. Mit der neuen Initiative der SVP flammt der alte Streit erneut auf – heftiger denn je. Während die Befürworter von überfüllten Zügen, steigenden Mieten und wachsendem Druck auf Schulen und Spitäler sprechen, sehen die Gegner einen Frontalangriff auf Wohlstand und internationale Zusammenarbeit. Der Graben zwischen den Parteien wird immer tiefer, und ein Ende der verbalen Schlacht ist nicht in Sicht.
Besonders deutlich positionieren sich SP und FDP, die sich in seltener Einigkeit gegen das Vorhaben stellen. Sie warnen vor wirtschaftlichem Schaden, Arbeitsplatzverlusten und einer Abschottung des Landes. Für sie ist klar: Ohne Zuwanderung bricht das System zusammen. Doch auf der anderen Seite wächst der Unmut in der Bevölkerung. Viele Bürger fühlen sich nicht mehr gehört und fürchten um ihre Lebensqualität. Die SVP nutzt diese Stimmung geschickt und wirft ihren Gegnern vor, die Sorgen der Menschen einfach vom Tisch zu wischen.
Nun liegt das heiße Eisen endgültig beim Volk. Ein Gegenvorschlag ist vom Tisch, die Fronten sind verhärtet. Wieder einmal soll an der Urne entschieden werden, wie viel Offenheit das Land verträgt. Schon jetzt wird mit harten Bandagen gekämpft, und die Kampagnen laufen auf Hochtouren. Eines ist sicher: Dieser Abstimmungskampf wird emotional, laut und gnadenlos. Die Schweiz steht vor einer Zerreißprobe – und das Ergebnis könnte das Land für lange Zeit prägen.
