BIER-KRIEG IN BAYERN! BRAUER TOBEN – MINISTERIN BLEIBT HART

München – Ausgerechnet im Freistaat eskaliert der Streit ums Trinken. In der Heimat weltberühmter Biere fühlen sich die Brauer an den Pranger gestellt und schlagen Alarm. Der Bayerischer Brauerbund wirft der Staatsregierung vor, Bier öffentlich schlechtzureden und damit der gesamten Branche zu schaden. Präsident Georg Schneider spricht von einem Schlag ins Gesicht für alle Betriebe, die seit Generationen für Genuss, Tradition und Handwerk stehen. Die Branche klagt über sinkende Nachfrage, leere Biergärten und wachsende Existenzängste – und fühlt sich von der Politik im Stich gelassen.

Auslöser des Zorns ist der Appell der bayerischen Gesundheitsministerin Judith Gerlach, sich an einer europaweiten Aktion zum Alkoholverzicht zu beteiligen. Für die Brauer ist das ein Affront. Schneider spricht von einem Boykottaufruf gegen heimische Produkte und macht klar, dass seine Kollegen alles andere als begeistert sind. Man stehe klar gegen Missbrauch, betont der Verband, doch der moralische Zeigefinger gegen maßvollen Genuss sei unverständlich. Bier sei Kulturgut, Lebensfreude und Wirtschaftsfaktor – wer das pauschal verteufle, treffe ganze Regionen ins Mark.

Die Ministerin kontert kühl und kompromisslos. Der Zeitpunkt der Kritik verwundere sie, betont sie, und verweist auf medizinische Erkenntnisse zu Gesundheitsrisiken. Eine Verharmlosung von Alkohol werde es mit ihr nicht geben, stellt sie klar. Der Aufruf zum bewussteren Umgang bleibe bestehen, ebenso die Warnung vor den Gefahren des Konsums. Damit prallen zwei Welten frontal aufeinander: hier Tradition und wirtschaftliche Sorgen, dort Prävention und Gesundheitsschutz. Der Bier-Krieg ist eröffnet – und ein Ende nicht in Sicht.

Pressecop24 bitte auf Telegram folgen!


Entdecke mehr von Pressecop24.com

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.