Die grausame Bluttat von Hanau fordert erneut ein Opfer – lange nach den verhängnisvollen Schüssen! Ein Mann, der einst voller Hoffnung nach Deutschland kam und hier Schutz vor politischer Verfolgung suchte, hat den jahrelangen Kampf gegen seine Verletzungen verloren. Was als Neuanfang gedacht war, endete in einem Albtraum aus Gewalt, Leid und unendlichem Schmerz. Der Anschlag riss ihm sein Leben in Stücken weg, ließ ihn körperlich gebrochen und seelisch gezeichnet zurück. Nun ist seine Kraft endgültig erloschen.
Der Betroffene hatte an jenem schrecklichen Abend nur einen Freund besuchen wollen. Ein ganz normaler Besuch, ein kurzer Moment der Ruhe – doch er wurde zum tödlichen Verhängnis. In einer Bar suchte er Zuflucht vor dem Gedränge, als plötzlich ein rassistisch verblendeter Täter auftauchte und das Feuer eröffnete. Schüsse krachten, Menschen fielen zu Boden, Panik und Chaos breiteten sich aus. Viele verloren ihr Leben, andere wurden schwer verletzt. Der Mann überlebte zwar, doch sein Körper war von Kugeln zerfetzt und sein Schicksal für immer besiegelt.
Seitdem war nichts mehr wie zuvor. Er verlor seine Beine, war auf Hilfe angewiesen, gefangen im Rollstuhl und in ständiger Pflege. Immer wieder sagte er verzweifelt, dass er sich innerlich bereits wie ein Toter fühle. Der Alltag wurde zur Qual, jede Erinnerung ein Stich ins Herz. Während der Täter sich selbst richtete und der Welt entkam, mussten die Überlebenden weiterleiden. Jetzt hat der Hass von damals ein weiteres Leben ausgelöscht – und die Wunde von Hanau blutet erneut.
