Caracas hält den Atem an. In der Nähe des Präsidentenpalasts hallen Schüsse durch die Straßen, Explosionen zerreißen die Stille der Nacht. Augenzeugen berichten von gepanzerten Fahrzeugen, die plötzlich auftauchten, Sirenen heulten, Menschen suchten Schutz. Nur kurze Zeit nach der Festnahme von Präsident Maduro gerät die Hauptstadt erneut ins Wanken. Angst und Gerüchte breiten sich schneller aus als jede offizielle Erklärung.
Was genau hinter den dramatischen Szenen steckt, bleibt rätselhaft. Sicherheitskräfte sperrten weite Bereiche ab, Hubschrauber kreisten über dem Zentrum, schwer bewaffnete Einheiten bezogen Stellung. In sozialen Netzwerken überschlagen sich Meldungen über Schusswechsel und Explosionen, doch Bestätigungen fehlen. Die Regierung schweigt, Oppositionskreise sprechen von einem Machtkampf im Schatten der Palastmauern.
Die Bevölkerung ist verunsichert. Viele bleiben in ihren Häusern, Geschäfte schließen hastig, der Verkehr kommt ins Stocken. Caracas wirkt wie eine Stadt am Rand eines neuen Abgrunds. Ob es sich um gezielte Provokationen, interne Auseinandersetzungen oder einen weiteren Versuch handelt, Kontrolle zu demonstrieren, ist unklar. Sicher ist nur eines: Die Lage bleibt hochgefährlich und jederzeit kann die Situation weiter eskalieren.
