Der spektakuläre Einbruch in den Tresorraum einer Sparkasse in Gelsenkirchen entwickelt sich immer mehr zu einem beispiellosen Albtraum für Behörden und Betroffene. Tausende Kunden stehen vor den Trümmern ihres Vertrauens und wissen bis heute nicht, was von ihren Werten übrig geblieben ist. Die Polizei sieht sich mit einer gigantischen Aufgabe konfrontiert und hat nun sogar zusätzliche Büroräume anmieten müssen, um die Flut an Vernehmungen überhaupt bewältigen zu können. Wochenlang sollen Bürger einzeln befragt werden, während die Verunsicherung in der Stadt täglich wächst.
Hinter den Kulissen laufen die Ermittlungen auf Hochtouren, doch der Aufwand sprengt jede bisher bekannte Dimension. Spezialisten wühlen sich durch Berge von digitalen Spuren, prüfen Unmengen an Daten aus Funkzellenabfragen und werten riesige Mengen an Videomaterial aus. Jeder Hinweis könnte entscheidend sein, doch die Masse an Informationen bringt selbst erfahrene Ermittler an ihre Grenzen. Viele Geschädigte fühlen sich allein gelassen und fragen sich, wie es zu einem solchen Sicherheitsdesaster kommen konnte.
Die Polizei bittet bereits jetzt um Geduld und Verständnis, doch für viele Opfer ist das nur ein schwacher Trost. Sie müssen wochenlang warten, bis ihre Aussagen aufgenommen werden können, während der finanzielle und emotionale Schaden kaum abzusehen ist. Der Fall gilt schon jetzt als einer der größten seiner Art und wirft ein verheerendes Licht auf den Schutz von Kundeneigentum. Gelsenkirchen steht unter Schock – und ein Ende des Dramas ist noch lange nicht in Sicht.
