Berlin stand am Abend unter Hochspannung! In mehreren Stadtteilen brodelte es gleichzeitig, Sirenen heulten, Einsatzwagen rasten durch Mitte, Gesundbrunnen, Wedding und das Märkische Viertel. Überall Versammlungen, überall aggressive Stimmung. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an, um die Lage unter Kontrolle zu halten. Immer wieder mussten Beamte eingreifen, weil Grenzen überschritten wurden. Was als Kundgebungen begann, endete in Festnahmen, Handgreiflichkeiten und blanker Eskalation.
Besonders brisant wurde es bei einem Aufzug mit Bezug zum Nahost-Konflikt in Gesundbrunnen. Dort sollen verbotene Parolen skandiert und verbotene Symbole gezeigt worden sein. Die Lage spitzte sich dramatisch zu, als aus der Menge heraus sogar der Versuch unternommen worden sein soll, festgenommene Personen zu befreien. Die Polizei griff konsequent ein, zog Einzelne aus dem Zug und legte ihnen Handschellen an. Auch im Märkischen Viertel kochte die Stimmung hoch, als Teilnehmende einer Kundgebung Absperrungen durchbrechen und Zufahrten blockieren wollten. Als Fahrbahnen versperrt und Rettungswege missachtet wurden, räumten Einsatzkräfte den Bereich mit unmittelbarem Zwang. Diensthunde kamen zum Einsatz, eine Beamtin oder ein Beamter verletzte sich dabei, blieb aber weiter im Dienst.
Auch Versammlungen mit Bezug zu den Ereignissen im Iran sorgten für Ärger. Am Platz des Achtzehnten März kam es zu Provokationen von Außenstehenden, die schnell in gegenseitige Beleidigungen und Handgreiflichkeiten umschlugen. Mehrere Beteiligte wurden festgenommen. Ein weiterer Aufzug durch die Innenstadt verlief dagegen ruhig, doch die Bilanz des Tages ist deutlich: zahlreiche Festnahmen, zahlreiche Ermittlungen und ein massiver Polizeieinsatz, um die öffentliche Ordnung zu sichern. Berlin erlebte einen Demo-Tag, der zeigte, wie schnell politische Spannungen auf der Straße explodieren können.
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