CHEMIE-MACHT WILL SICH FREIKAUFEN!

Ein geheimer Plan sollte die Agro-Giganten unangreifbar machen – doch der Aufschrei der Öffentlichkeit war stärker. Still und leise sollte eine Regelung durchgewinkt werden, die Pestizidhersteller vor Klagen schützt, selbst wenn schwere Krankheiten im Raum stehen. Familien, Landwirte und Ärzte liefen Sturm, warnten vor Chemikalien, die angeblich Ernten sichern, aber möglicherweise Leid säen. Am Ende musste der Passus aus dem Agrargesetz gestrichen werden. Ein Etappensieg für Transparenz, ein Warnsignal für eine Industrie, die lieber Gesetze verbiegt, als ihre Produkte zu hinterfragen.

Denn der Kampf ist alles andere als vorbei. Hinter den Kulissen arbeitet eine milliardenschwere Lobby mit Hochdruck daran, Warnhinweise zu verbieten und Hersteller aus der Haftung zu nehmen. Chemiekonzerne und ihre Verbündeten drängen auf neue Gesetze, die Krebswarnungen von Verpackungen verbannen sollen. Unterstützt von Hunderten Agrarverbänden wird versucht, bundesweit einheitliche Regeln durchzusetzen, die strengere Vorgaben der Bundesstaaten aushebeln. Kritiker sprechen von einem Frontalangriff auf das Recht der Verbraucher, über Risiken informiert zu werden.

Besonders brisant sind Enthüllungen aus internen Akten. Sie zeigen, dass zentrale Studien zur Entlastung eines umstrittenen Unkrautvernichters offenbar im Schatten von Konzernlabors entstanden. Wissenschaft im Dienste der Verteidigung, nicht der Wahrheit, lautet der Vorwurf. Während Gerichte und politische Gremien zum nächsten Schlachtfeld werden, ist klar: Der jüngste Rückzug der Immunitätsklausel ist nur ein kurzer Atemzug in einem langen Krieg. Die Frage bleibt, ob Gesundheit oder Profit am Ende die Oberhand gewinnt.


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