Der Winter wird zur Krankheitsfalle und Corona mischt wieder mit. Während viele die Infektion längst als harmlose Erkältung abtun, rollt im Hintergrund eine neue Variante durch das Land und sorgt für wachsende Sorgen. Husten, Halsschmerzen, Erschöpfung und ein diffuses Krankheitsgefühl legen Menschen flach, Arztpraxen melden volle Wartezimmer. Die trügerische Ruhe täuscht, denn Spätfolgen sind weiter ein Damoklesschwert, das Betroffene noch lange nach der Infektion treffen kann. Wer Corona jetzt unterschätzt, spielt mit seiner Gesundheit.
Besonders brisant ist der Vormarsch einer neuen Omikron-Abspaltung mit dem Spitznamen Cicada. Sie hat andere Varianten verdrängt und dominiert das Infektionsgeschehen. Behörden und Forscher beobachten sie aufmerksam, sammeln Daten und verfolgen jeden Ausbruch. Der Grund: Diese Variante ist geschickt darin, der Abwehr des Körpers zu entkommen. Selbst Menschen mit Vorerfahrungen oder Schutzmaßnahmen können sich erneut anstecken. Die Warnungen werden lauter, doch viele hören nicht mehr hin.
Zwar zeigen Laboranalysen, dass Cicada menschliche Zellen schlechter befällt als andere aggressive Abkömmlinge, Entwarnung geben Experten dennoch nicht. Immunflucht bleibt ihr gefährliches Markenzeichen, Infektionen sind damit leichter möglich als vielen lieb ist. Gleichzeitig erinnern Fachleute an frühere Varianten, die mit extremen Schmerzen und schweren Verläufen auffielen. Die Botschaft ist klar und unbequem: Corona ist nicht weg, sondern verändert nur sein Gesicht und bleibt eine reale Bedrohung für alle, die den Winter sorglos angehen.
