Palmen, Strand und Tropensonne gelten als Markenzeichen von Kuba, doch jetzt sorgt ein eisiger Morgen für Staunen und Entsetzen zugleich. In der sonst milden Provinz Matanzas zeigte eine Wetterstation erstmals Temperaturen am Gefrierpunkt. Der staatliche Wetterdienst meldete den historischen Wert öffentlich und sprach von einem absoluten Tiefststand für das Land. Auf Feldern glitzerte Frost, Pflanzen waren von einer dünnen Eisschicht überzogen, ein Bild, das viele Kubaner noch nie gesehen hatten und das in der Karibik als nahezu undenkbar gilt.
Normalerweise ist diese Zeit des Jahres auf der Insel geprägt von Trockenheit, warmem Wind und idealen Bedingungen für Reisen, Stadtbesuche und Strandtage. Badeurlauber schätzen die Monate mit angenehmer Wärme, ruhiger See und wenig Regen, während die heißere Phase später im Jahr oft schwüler ausfällt. Umso größer der Schock, als dick eingepackte Menschen selbst in Havanna auf den Straßen zu sehen waren. Meteorologen erklärten den Kälteeinbruch mit einer außergewöhnlich starken Kaltfront, die eisige Polarluft weit nach Süden drückte und damit kurzzeitig das gewohnte Klima auf den Kopf stellte.
Die Kälte machte jedoch nicht an den Küsten der Insel halt, sondern traf auch Teile der Vereinigten Staaten, wo Schnee und Frost Regionen erreichten, die sonst für milde Winter bekannt sind. Sogar im Sonnenstaat Florida sorgte die ungewöhnliche Kälte für bizarre Szenen. Für Kuba kommt dieser Wetter-Schock zur Unzeit, denn das Land steckt ohnehin in einer schweren wirtschaftlichen Krise mit wiederkehrenden Stromausfällen und Versorgungsproblemen. Zwischen Frost auf den Feldern und Dunkelheit in den Städten wächst die Sorge, dass selbst ein kurzer Kälteeinbruch die ohnehin angespannte Lage weiter verschärfen könnte.
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