Was als exklusive Auszeit unter Palmen begann, verwandelte sich in einen Albtraum von unfassbarer Brutalität. Auf den Kapverden sollte eine wohlhabende Familie aus Nordrhein-Westfalen die Feiertage genießen, fernab von Alltag und Verpflichtungen. Doch hinter den Türen eines Luxusapartments zerbrach die Fassade des perfekten Familienbildes. Statt Sonne, Meer und Harmonie blieben Blutspuren, Stille und die Frage, wie aus familiären Spannungen ein tödlicher Abgrund werden konnte.
Im Zentrum des Grauens steht der neunzehnjährige Sohn aus erster Ehe, der laut Ermittlern seine eigene Familie ausgelöscht haben soll. Ein eskalierter Streit, mutmaßlich um Geld, soll der Auslöser gewesen sein. Aus Worten wurden Taten, aus einem Konflikt ein Massaker. Der Vater, ein Unternehmer aus der Eifel, seine Ehefrau und deren Tochter fanden im Urlaubsdomizil den Tod. Was genau in jener Nacht geschah, rekonstruieren die Behörden nun mühsam, doch schon jetzt zeichnet sich das Bild eines innerfamiliären Zerfalls, der lange unter der Oberfläche gegärt haben könnte.
Nach der Tat folgte die Flucht, die den Schock nur noch vertiefte. Der junge Mann setzte sich nach Lissabon ab, wo er wenig später festgenommen wurde. Für die Angehörigen und die Öffentlichkeit bleiben Entsetzen und Fassungslosigkeit zurück. Ein vermeintliches Urlaubsparadies wurde zum Tatort, eine Familie zum Symbol für eine Eskalation, die niemand aufhalten konnte. Der Fall wirft dunkle Fragen auf über Geld, Abhängigkeit und die zerstörerische Kraft ungelöster Konflikte, die selbst vor den engsten Bindungen nicht Halt machen.
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