Nach der verheerenden Brandkatastrophe in Crans-Montana beginnt ein bitteres Ringen um Verantwortung. Während Trauer und Entsetzen die Region lähmen, stellt sich der Betreiber der Unglücksbar vor die Ermittler und weist jede Schuld von sich. Die Silvesternacht, die für viele zur tödlichen Falle wurde, soll aus seiner Sicht nicht sein Versagen gewesen sein. Stattdessen malt er das Bild eines unglücklichen Zusammenspiels aus Umständen, das er nicht habe beeinflussen können.
Im Verhör zeigt sich ein erschütterndes Muster aus Abwälzen und Ausflüchten. Der Barbesitzer schiebt die Verantwortung auf Angestellte, spricht von Fehlverhalten hinter dem Tresen und von unglücklichen Entscheidungen in der Hektik der Nacht. Angehörige der Opfer reagieren fassungslos. Für sie klingt es wie Hohn, wenn ausgerechnet jener, der den Betrieb führte, nun jede Verantwortung ablehnt und andere ins Visier rückt.
Zusätzliche Brisanz bringt eine amtliche Anzeige, die Umbaupläne des inzwischen inhaftierten Betreibers offenlegt. Darin wird deutlich, dass Veränderungen offenbar ohne ernsthafte Einwände genehmigt wurden. Kritiker sprechen von einem kollektiven Versagen und von Kontrollen, die nur auf dem Papier existierten. Während die Ermittlungen weiterlaufen, bleibt eine drängende Frage: Wie konnte ein Ort der Feier zur tödlichen Falle werden, ohne dass jemand rechtzeitig die Reißleine zog?
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