Kiew steht unter Schock. Nach einem massiven russischen Luftangriff wirkt die ukrainische Hauptstadt wie gelähmt. Sirenen, Rauch und Angst prägen das Stadtbild. Bürgermeister Vitali Klitschko schlägt Alarm und richtet einen dramatischen Appell an die Bevölkerung. Wer kann, soll die Stadt vorübergehend verlassen. Die Botschaft ist eindeutig: In Kiew wird es lebensgefährlich kalt.
Der Angriff traf das Herz der Infrastruktur. Weite Teile der Stadt sind ohne Wärme, ganze Wohnviertel versinken im Frost. Die städtischen Dienste arbeiten im Ausnahmezustand, doch vielerorts geht nichts mehr. Heizungen bleiben kalt, Wohnungen werden unbewohnbar. Der Winter zeigt keine Gnade und verschärft die ohnehin verzweifelte Lage der Menschen.
Klitschko spricht vom bisher schwersten Schlag gegen Kiew seit Beginn des Krieges. Die Stadt kämpft ums Überleben. Wer irgendwo Sicherheit, Energie oder Schutz findet, soll gehen, so der eindringliche Rat des Bürgermeisters. Zurück bleibt eine Hauptstadt im Krisenmodus, gefangen zwischen Bomben, Eis und Hoffnungslosigkeit.
