Berlin rutscht ins Ausnahmechaos. Eisglatte Gehwege, spiegelnde Straßen und hilflose Passanten prägen seit Tagen das Bild der Hauptstadt. Menschen stürzen an Haltestellen, Radfahrer schlagen auf dem Asphalt auf, Autofahrer verlieren die Kontrolle. Was wie ein kurzer Wintergruß begann, ist längst zur Belastungsprobe für eine ohnehin überforderte Stadt geworden. Während die Politik schweigt, kämpfen Einsatzkräfte gegen die Folgen eines Wetterereignisses, das Berlin erneut unvorbereitet trifft. Die Stadt wirkt paralysiert, als hätte niemand damit gerechnet, dass Winter im Winter tatsächlich gefährlich sein kann.
Besonders dramatisch ist die Lage bei Feuerwehr und Rettungsdiensten. Dort herrscht Dauerstress, Alarm jagt Alarm, Pausen gibt es nicht. Die Einsatzkräfte arbeiten am Anschlag, Krankenhäuser stoßen an ihre Grenzen, Aufnahmekapazitäten sind erschöpft. Das digitale Leitsystem zeigt nur noch Überlastung an, Patienten werden von Klinik zu Klinik geschoben, während draußen weitere Notrufe eingehen. Selbst erfahrene Kräfte sprechen von Zuständen, die sie sonst nur aus absoluten Ausnahmelagen kennen. Die Stimmung ist angespannt, die Erschöpfung greifbar, die Wut wächst.
Als die Lage eskaliert, bleibt der Feuerwehr nichts anderes übrig, als improvisieren zu müssen. Rettungswagen sind zeitweise nicht mehr verfügbar, Verletzte werden mit Löschfahrzeugen transportiert, ein Bild, das den Ernst der Situation offenlegt. Gewerkschaftsvertreter schlagen öffentlich Alarm und sprechen von einem unhaltbaren Zustand, der die Schwächen der Hauptstadt schonungslos offenbart. Das Glatteis ist dabei nur der Auslöser, nicht die Ursache. Was sich jetzt zeigt, ist ein System, das auf Kante genäht ist und beim ersten echten Stresstest ins Wanken gerät. Berlin friert nicht nur auf den Straßen, sondern auch strukturell fest.
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