Endlich atmet Italien auf, doch für die Sonnenanbeter mit Glimmstängel im Mundwinkel bricht jetzt eine harte Zeit an! Wer sich in der Hitze der italienischen Sonne gemütlich eine Zigarette anzünden will, erlebt an der Küste der Ewigen Stadt bald sein blaues Wunder. Die Stadtverwaltung macht ernst und verbannt den blauen Dunst radikal von den beliebten Abschnitten, damit Urlauber und Einheimische nicht mehr im Ascheregen liegen müssen. Von den Wellen bei Ostia bis zu den Dünen von Capocotta herrscht bald strikte Pustepause, denn der Sand soll fortan sauber bleiben und nicht mehr als gigantisches Sammelbecken für stinkende Filter dienen.
Damit auch wirklich jeder Tourist versteht, dass die gemütliche Fluppe am Meer Geschichte ist, setzt die Stadt auf eine gigantische Welle der Aufklärung. Überall werden Schilder in den Boden gerammt, die in vielen Sprachen klarmachen, dass hier nur noch die Meeresbrise wehen darf. Keiner soll sagen können, er hätte von nichts gewusst, wenn die Aufseher kontrollieren. Es ist der Startschuss für eine neue Ära der Sauberkeit, in der die Natur geschützt wird und die Kinder ohne Sorge vor spitzen Resten im Sand spielen können, während die Stadtväter fest entschlossen sind, das Image der Küste aufzupolieren.
Doch Rom steht mit dieser radikalen Entscheidung nicht allein da, denn der Feldzug gegen die Kippen breitet sich wie ein Lauffeuer entlang der gesamten Küstenlinie aus. Auch an der Adria weht ein neuer Wind, wo Orte wie Pesaro bereits vorgemacht haben, wie herrlich frisch ein Strand ohne Tabakgestank sein kann. Immer mehr Gemeinden schließen sich dem Trend an und erklären den ekligen Hinterlassenschaften im Sand den Krieg. Italien zeigt sich von seiner saubersten Seite und macht unmissverständlich klar, dass für den rücksichtslosen Qualm zwischen Sonnenschirm und Liegestuhl in Zukunft absolut kein Platz mehr ist.
Bitte Telegram-Kanal folgen http://t.me/pressecop24

Schreibe einen Kommentar