Johanngeorgenstadt: Angezeigte Straftat entpuppte sich als Lüge, trotzdem wird Verfahren eingestellt!

 

(3980) In der Medieninformation Nr. 552, Beitrag 3764, berichtete die Polizeidirektion Chemnitz über einen angeblichen tätlichen Angriff zweier vermummter Personen auf einen 32-Jährigen, wobei dieser verletzt worden sei. Die Tat habe sich am 21. Oktober 2017, gegen 17.10 Uhr, in der Schwefelwerkstraße ereignet. Im Zuge der Ermittlungen wurden zudem Zeugen gesucht, die sachdienliche Hinweise zum Vorfall hätten machen können. Doch diese blieben aus. Die Ermittler führten auch deshalb mit dem 32-Jährigen eine Nachvernehmung durch, bei der er widersprüchliche Angaben zum Geschehen machte und schließlich einräumte, am besagten Tag auf dem Heimweg mit dem Fahrrad gestürzt zu sein. Aus Scham über den Sturz und die Verletzungen habe er den Angriff erfunden. Die ursprünglich wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung geführten Ermittlungen sind damit eingestellt.

Auch das gegen den 32-Jährigen daraufhin eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Vortäuschens einer Straftat wurde zwischenzeitlich durch die Staatsanwaltschaft eingestellt, weil die Schuld als gering eingeschätzt werden kann, zumal der Beschuldigte noch nicht vorbestraft ist.(Ry)


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