Nürnberg – Ein brutaler Angriff reißt eine ruhige Wohnstraße aus dem Schlaf. Mitten in der Nacht wird ein Mann in seiner eigenen Wohnung überfallen, überrascht im Bett, ohne jede Chance zur Gegenwehr. Plötzlich steht der Nachbar vor ihm, bewaffnet mit einem Messer, und sticht zu. Panik, Schreie, Blut. Eine Nachbarin hört den Tumult, wählt den Notruf – Sekunden entscheiden über Leben und Tod. Der Tatort liegt im Stadtteil Mögeldorf, wo sonst Ruhe herrscht und man sich kennt. In dieser Nacht wird die Nachbarschaft zum Schauplatz eines Albtraums.
Das Opfer erleidet mehrere Verletzungen, doch das Wunder folgt auf dem Fuß: keine Lebensgefahr. Die Wunden sind überwiegend oberflächlich, der Mann wird im Krankenhaus ambulant versorgt. Der Angreifer flieht zunächst, verschwindet im Dunkel der Straßen. Doch die Polizei ist schnell, schneidet Fluchtwege ab, stellt den Verdächtigen unweit des Tatorts. Ein Alkoholtest bringt ein erschreckendes Ergebnis ans Licht – der Mann hatte deutlich über einem Promille. Was ihn zu der Tat trieb, bleibt rätselhaft. Die Angst bleibt, die Fragen auch.
Jetzt ermittelt die Nürnberger Mordkommission wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Hinweise deuten auf eine psychische Erkrankung des Angreifers hin. Deshalb ordnet ein Ermittlungsrichter nicht Untersuchungshaft an, sondern die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus. Ein Fall, der die Stadt erschüttert und die Diskussion neu entfacht: Wie sicher ist das Zuhause, wenn der Täter aus der Nachbarschaft kommt? Und wie früh hätte man eingreifen müssen, um diese Nacht zu verhindern?
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