Die Lage an der Front wird immer verzweifelter – und jetzt spricht Präsident Wolodymyr Selenskyj Klartext wie nie zuvor. Bei einer Pressekonferenz räumte der ukrainische Staatschef offen ein, dass mehrere der vom Westen gelieferten Luftabwehrsysteme zeitweise völlig ohne Munition dastanden. Während russische Raketen und Drohnen auf Kraftwerke und Stromnetze niederprasselten, konnten einige Abwehrstellungen nur tatenlos zusehen. Ein gefährlicher Offenbarungseid inmitten eines gnadenlosen Krieges, der zeigt, wie abhängig Kiew von den Lieferungen seiner Partner ist.
Im Hintergrund laufen hektische diplomatische Gespräche über ein mögliches Ende des blutigen Konflikts. Amerikanische Vertreter haben in den vergangenen Wochen mit allen Seiten gesprochen, auch der Kreml pocht wieder auf Mitsprache. Doch auf dem Schlachtfeld ist von Entspannung nichts zu spüren. Die russischen Streitkräfte setzen ihre Angriffe mit unverminderter Härte fort und versuchen, die ukrainische Infrastruktur gezielt in die Knie zu zwingen. Ohne ausreichend Raketen für die Abwehr droht vielen Städten erneut Dunkelheit und Kälte.
Besonders im Osten des Landes toben weiterhin erbitterte Gefechte. Die ukrainische Armee berichtet von pausenlosen Attacken entlang der Frontlinien. Ganze Regionen stehen unter Dauerfeuer, Soldaten kämpfen um jede Straße, jedes Haus, jeden Meter Boden. Trotz gewaltiger Verluste auf beiden Seiten hält die Ukraine ihre Stellungen mit letzter Kraft. Doch der Mangel an Munition und Material wird immer deutlicher – und wirft die bange Frage auf, wie lange das Land diesem brutalen Druck noch standhalten kann.
