Oslo bebt, der Glanz des Königshauses wirkt plötzlich matt und brüchig. Über Mette-Marit ziehen dunkle Wolken auf, während sich private Sorgen, gesundheitliche Belastungen und ein öffentlicher Skandal zu einer explosiven Mischung verdichten. Ausgerechnet jetzt, da der Prozess gegen ihren Sohn Marius Borg Høiby näher rückt und der Druck ohnehin kaum noch zu ertragen scheint, taucht ihr Name in den neu veröffentlichten Akten rund um Jeffrey Epstein auf. Ein Name, der weltweit für Abscheu, Abgründe und moralischen Verfall steht, klebt nun an der norwegischen Krone wie ein dunkler Schatten, der sich nicht abschütteln lässt.
Die Enthüllungen trafen das Land wie ein Schlag. Die Zeitung VG sichtete die Dokumente und stieß auf zahlreiche Nachrichten, in denen der Name der Kronprinzessin auftaucht. Berichte über private Kontakte, Aufenthalte in luxuriösem Umfeld und persönliche Gefälligkeiten zeichnen ein Bild, das so gar nicht zur offiziellen Erzählung von Distanz und Unwissen passen will. Selbst der Hof bestätigte mittlerweile, dass es Begegnungen gegeben habe. Was als harmlose Bekanntschaft dargestellt wird, wirkt in der öffentlichen Wahrnehmung wie ein fataler Fehltritt einer Monarchie, die ohnehin unter wachsender Skepsis leidet.
Besonders bitter ist die eigene Stellungnahme der Kronprinzessin. Sie spricht von Peinlichkeit, von schlechtem Urteilsvermögen und von einem Versagen, den wahren Charakter Epsteins rechtzeitig erkannt zu haben. Worte der Reue, die eher Öl ins Feuer gießen als beruhigen. Denn viele fragen sich nun, wie viel Nähe erlaubt war, wie lange der Kontakt wirklich bestand und warum erst jetzt die Reißleine gezogen wurde. Während Kronprinz Haakon und der Hof um Schadensbegrenzung ringen, steht fest: Dieser Skandal kratzt nicht nur am Image einer einzelnen Person, sondern erschüttert das Vertrauen in eine ganze Institution – und hinterlässt ein Königshaus im freien Fall.
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