Die Anhörung der Petition findet am Mittwoch, 04.02.2026 im Maximilianeum, Saal 2, um 09:15 Uhr, (hinter verschlossenen Türen und Geheim) in einer nichtöffentlichen Sitzung im Bayerischen Landtag statt!
Ein Vorgang von politischer Sprengkraft erschüttert die forensische Abteilung des BKH Lohr am Main. Eine offizielle Petition sowie eine formelle Beschwerde gegen die Einrichtung sind angenommen worden und zwingen den Bayerischen Landtag nun zur Befassung. Für Psychiatriepatient Thomas Krebs ist das ein spätes, aber bitter nötiges Signal, dass ihre Vorwürfe nicht länger ignoriert werden können. Seit Monaten gärt es hinter den Mauern der Forensik, Berichte über Missstände, Intransparenz und den Umgang mit besonders schutzbedürftigen Menschen machen die Runde. Dass sich der Landtag nun mit dem Fall beschäftigen muss, wird von Kritikern als stiller Hilferuf gelesen, der aus der Isolation der Klinik heraus bis in die politische Verantwortungsebene gedrungen ist. Die Annahme der Petition wirkt wie ein Misstrauensvotum gegen eine Institution, die eigentlich Sicherheit, Therapie und Rechtsstaatlichkeit verkörpern soll.
Die Beschwerde wird in einer nichtöffentlichen Sitzung des zuständigen Ausschusses behandelt, fernab der Öffentlichkeit, fernab der Kameras, fernab der Betroffenen, die sich seit langem mehr Transparenz wünschen. Allein diese Abschottung sorgt bereits für neue Empörung. Kritiker sprechen von einer Forensik, die sich hinter Verwaltungsabläufen verschanzt, während grundlegende Fragen offen bleiben. Warum fühlen sich Patienten und Angehörige übergangen. Warum häufen sich Berichte über fehlende Perspektiven, stockende Therapien und ein Klima der Angst. Und warum scheint es so schwer zu sein, Licht in die Abläufe einer staatlichen Einrichtung zu bringen, die tief in Grundrechte eingreift. Dass die Teilnahme an der Sitzung selbst von einer gesonderten Zulassung abhängt, verstärkt bei vielen den Eindruck, dass Kontrolle hier eher geduldet als gewollt ist.
Besonders brisant ist, dass eigens benannte Abgeordnete mit der Berichterstattung beauftragt wurden und das Ergebnis der Beratung lediglich schriftlich mitgeteilt werden soll. Für Kritiker klingt das nach Distanz statt Dialog. Hinzu kommt die Möglichkeit, dass die Beratung ohne Konsequenz vertagt werden kann, allein nach Ermessen des Ausschusses. Für Betroffene gleicht das einem politischen Schwebezustand, in dem Verantwortung verwischt und Zeit verloren geht. Die Petition gegen das BKH Lohr am Main steht damit sinnbildlich für ein größeres Problem: das Gefühl, in einem System gefangen zu sein, das über Menschen entscheidet, ohne ihnen wirklich zuzuhören. Der Landtag ist nun am Zug. Doch schon jetzt wächst die Sorge, dass ausgerechnet dort, wo Aufklärung beginnen müsste, erneut Schweigen einkehrt.
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