Deutschland steuert auf eine dramatische Pflegekrise zu! Weil die Eigenanteile in Pflegeheimen immer weiter steigen, rutschen immer mehr Bewohner direkt in die Sozialhilfe. Neue Berechnungen zeigen: In deutschen Pflegeheimen erreicht die Sozialhilfequote jetzt einen historischen Höchststand. Mehr als ein Drittel aller Bewohner kann die Kosten für die stationäre Pflege nicht mehr selbst tragen. Die gesetzliche Krankenkasse DAK schlägt Alarm und warnt vor einem drohenden Pflegekollaps. Vorstandschef Andreas Storm spricht von einer gefährlichen Entwicklung, die das Vertrauen in das gesamte Pflegesystem erschüttern könnte.
Nach aktuellen Berechnungen beziehen inzwischen Hunderttausende Pflegeheimbewohner Sozialhilfe, weil ihre eigenen Mittel nicht mehr ausreichen. Experten rechnen damit, dass sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren weiter verschärft. Der Bremer Gesundheitsökonom Heinz Rothgang kommt in einer Analyse zu dem Ergebnis, dass ohne tiefgreifende Reformen immer mehr Menschen im Alter auf staatliche Unterstützung angewiesen sein werden. Die stationäre Pflege droht damit für viele Senioren endgültig zur Armutsfalle zu werden – obwohl sie ihr Leben lang gearbeitet und Beiträge gezahlt haben.
Die DAK fordert deshalb eine große Reform der Pflegefinanzierung. Hauptproblem seien die stark gestiegenen Eigenanteile, die Bewohner monatlich selbst bezahlen müssen. Storm fordert einen neuen Finanzierungsmix, bei dem die Kosten gerechter zwischen Pflegebedürftigen, Beitragszahlern und dem Staat verteilt werden. Experten schlagen sogenannte Deckelmodelle vor: Eine klare Obergrenze für die Eigenanteile könnte verhindern, dass immer mehr Pflegebedürftige in die Sozialhilfe abrutschen. Ohne solche Maßnahmen droht dem deutschen Pflegesystem nach Ansicht vieler Fachleute ein massiver Vertrauensverlust – mit Folgen für Millionen Familien.
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