Dortmund erlebt einen Abend des Schreckens, wie ihn die Stadt so schnell nicht vergessen wird. Was als politische Demonstration angekündigt war, eskalierte zu einem tobenden Mob. Aus der Innenstadt wurde ein Krisengebiet, aus Parolen wurde rohe Gewalt. Scheiben klirrten, Schreie hallten durch die Straßen, Angst lag in der Luft. Statt friedlichem Protest zeigte sich blanke Zerstörungswut, die alles mitriss, was im Weg stand.
Besonders brutal traf es ein syrisches Restaurant, das zum Ziel der randalierenden Menge wurde. Fenster gingen zu Bruch, Mobiliar wurde demoliert, das Geschäft verwüstet. Für die Betreiber ein Albtraum, für Anwohner ein Schock. Menschen verbarrikadierten sich, Passanten suchten panisch Schutz. Der Hass entlud sich hemmungslos und machte auch vor Existenzen keinen Halt. Aus Solidaritätsrufen wurde blinde Plünderung.
Die Polizei stand unter massivem Beschuss und geriet selbst ins Fadenkreuz der Aggression. Beamte wurden attackiert, verletzt, bedrängt. Die Lage drohte zeitweise völlig zu kippen, Einsatzkräfte mussten verstärkt werden, um die Kontrolle nicht zu verlieren. Dortmund zeigte an diesem Abend sein hässlichstes Gesicht. Eine Demo, die angeblich Unschuldige schützen wollte, hinterließ Verwüstung, Verletzte und eine Stadt im Ausnahmezustand.
