Die barocke Residenzstadt Ludwigsburg ist in tiefste Trauer und fassungsloses Entsetzen getaucht, nachdem ein illegales Autorennen, das mit wahnwitzigen einhundertfünfzig Stundenkilometern durch die engen Straßen der Innenstadt geführt wurde, das Leben von zwei jungen Frauen auf brutalste Weise ausgelöscht hat und eine ganze Region unter Schock steht. Ismail U. und sein Bruder Gürkan, die laut Ermittlungen für diese fatale Todesfahrt verantwortlich sein sollen, verwandelten den öffentlichen Verkehrsraum in eine tödliche Rennstrecke, auf der sie ohne jede Rücksicht auf Verluste ihre hochmotorisierten Boliden beschleunigten, bis es zur unvermeidlichen Katastrophe kam, die zwei unschuldige Menschenleben forderte und unzählige weitere zerstörte. Die Wucht des Aufpralls war so verheerend, dass den Opfern keine Chance blieb, und während die Wrackteile noch auf der Straße rauchten, begann für die Angehörigen ein Albtraum, der durch das skrupellose Verhalten der Täter noch eine Dimension der Unmenschlichkeit erreichte, die selbst erfahrenste Polizisten und Rettungskräfte sprachlos macht und die Frage nach dem moralischen Kompass dieser Raser aufwirft, die den Tod anderer für den kurzen Rausch der Geschwindigkeit billigend in Kauf nahmen.
Doch was sich in den Stunden nach dem verheerenden Crash abspielte, sprengt jede Vorstellungskraft und zeugt von einer Kaltblütigkeit, die an Perversion kaum zu überbieten ist, denn einer der beiden Todesraser besaß tatsächlich die unfassbare Dreistigkeit, an den Ort des Geschehens zurückzukehren, während dort bereits Freunde, Familie und erschütterte Bürger zusammengekommen waren, um der toten Frauen zu gedenken und gemeinsam zu beten. Inmitten der weinenden Menge, die versuchte, den Verlust zu begreifen, mischte sich einer der Brüder unerkannt unter die Trauernden, eine Tat, die nachträglich für pures Entsetzen sorgt und die Emotionen in der Stadt zum Kochen bringt, da die bloße Anwesenheit des Verantwortlichen am Ort seiner Tat wie eine Verhöhnung der Opfer wirkt. Augenzeugen und Anwesende sind sich sicher, dass die Situation vollkommen eskaliert wäre, hätte jemand den Täter in diesem hochemotionalen Moment erkannt, denn die Wut und Verzweiflung der Menschen war so greifbar, dass es wohl zu einem Akt der Selbstjustiz gekommen wäre, bei dem man ihn, wie es aus dem Umfeld heißt, wohl auf der Stelle totgeprügelt hätte, so tief sitzt der Schmerz über den sinnlosen Verlust.
Dieser unfassbare Vorfall wirft ein grelles Schlaglicht auf die verrohte Szene der illegalen Straßenrennen, in der das eigene Ego und die Gier nach Adrenalin über jedem Menschenleben stehen, und zwingt die Justiz nun dazu, mit aller Härte des Gesetzes gegen diese Form der motorisierten Gewalt vorzugehen, die längst kein Kavaliersdelikt mehr ist, sondern Mord gleichkommt. Während die Staatsanwaltschaft die Anklage vorbereitet und versucht, den genauen Tathergang dieser mörderischen Raserei zu rekonstruieren, bleiben zwei zerstörte Familien zurück, die nicht nur den Tod ihrer geliebten Töchter verkraften müssen, sondern auch mit dem Wissen leben müssen, dass einer der Täter die Pietätlosigkeit besaß, sich in ihrem dunkelsten Moment unter sie zu mischen, als sei nichts geschehen. Der Fall Ludwigsburg wird damit zu einem mahnenden Beispiel für die Abgründe menschlichen Verhaltens und eine Gesellschaft, die immer hilfloser zusehen muss, wie rücksichtslose Raser den öffentlichen Raum terrorisieren und dabei Leid verursachen, das durch keine Strafe der Welt jemals wieder gutgemacht werden kann.
