Ein Justizskandal erschüttert die Vereinigten Staaten und trifft das Herz des Vertrauens in den Rechtsstaat. Im Zentrum steht eine Richterin aus Detroit, die gemeinsam mit Vertrauten ein System der Ausplünderung aufgebaut haben soll. Statt Schutz zu bieten, sollen Hilflose und Entmündigte zur Einnahmequelle geworden sein. Die Vorwürfe lesen sich wie ein Abgrund: Amtsgewalt, so der Verdacht, wurde gezielt eingesetzt, um Zugriff auf fremde Vermögen zu erlangen und persönliche Vorteile zu sichern. Die Robe, Symbol für Gerechtigkeit, wird in diesem Fall zum Deckmantel eines mutmaßlichen Verrats an den Schwächsten.
Die Ermittler zeichnen das Bild eines jahrelang gewachsenen Plans, der sich die Strukturen des Gerichts zunutze machte. Vormundschaften, eigentlich ein Rettungsanker für Menschen ohne eigene Handlungsfähigkeit, sollen missbraucht worden sein, um Gelder umzuleiten, Konten zu leeren und Abhängigkeiten auszunutzen. Staatsanwälte sprechen von einer skrupellosen Ausnutzung gerichtlicher Autorität und einem kalten Zugriff auf Nachlässe. Der öffentliche Vorwurf wiegt schwer: Wer im Namen des Staates handelt, habe die Schutzbefohlenen nicht bewahrt, sondern systematisch ausgeplündert.
Die Reaktionen der Strafverfolger sind unmissverständlich. Niemand stehe über dem Gesetz, betonen Vertreter der Bundesbehörden und verweisen auf die laufenden Anklagen wegen Betrugs, Geldwäsche und Täuschung. Das FBI sieht einen grauen Missbrauch öffentlichen Vertrauens, die Justiz selbst steht unter Schock. Der Fall wirft ein grelles Licht auf Kontrolllücken im Vormundschaftssystem und stellt die Frage, wie viele Opfer ungehört blieben. Was bleibt, ist ein bitterer Nachgeschmack: Wenn die Hüter des Rechts zu Jägern werden, zerbricht das Fundament der Gerechtigkeit.
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