Ganz Sachsen-Anhalt im Ausnahmezustand! Magdeburg, Halle, Harz, Wittenberg, Dessau, Bitterfeld – in der Silvesternacht glühten die Leitungen von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten pausenlos. Während Offizielle noch von einer „überwiegend normalen“ Nacht sprechen, löschen Einsatzkräfte brennende Häuser, retten Schwerverletzte und fahren von einem Notfall zum nächsten. Hinter Party und Feuerwerk verbirgt sich ein Jahreswechsel der Schande: Schlägereien, Angriffe, Explosionen, Panik – ein ganzes Bundesland feiert sich an den Rand des Kollapses.
In Magdeburg rücken Feuerwehr und Rettungskräfte zu Hunderten Einsätzen aus, Container, Keller und Balkone stehen in Flammen, während die Notaufnahmen am Limit laufen. Im Harz brennen Häuser lichterloh, in Genthin schlägt Feuer am Kreishaus hoch, in Kayna steht ein alter Kindergarten in Flammen – tausende Euro Schaden, verbrannte Existenzen. In Halle berichten Kliniken von amputierten Fingern, zerfetzten Händen und schweren Brandwunden, während die Silvesterböller noch durch die Straßen donnern.
Doch damit endet der Horror nicht. In Wittenberg wird mit Feuerwerk gezielt auf Menschen geschossen, in Naumburg und Coswig zerreißen Böller beinahe ganze Hände, in Dessau wird ein 18-Jähriger mit einer Pistole bedroht, anderswo werden Polizisten attackiert und Rettungskräfte beschossen. Gleichzeitig türmen sich am Neujahrsmorgen Berge aus Silvestermüll in den Städten – ein Symbol für eine Nacht, in der Rücksicht, Vernunft und Respekt genauso verbrannt sind wie Balkone, Autos und Häuser. Sachsen-Anhalt wollte feiern – geworden ist es zur Bühne eines Silvester-Irrsinns, der jedes „Alles ganz normal“ wie blanken Hohn wirken lässt.
