Es klingt wie aus einem Horrorfilm: In einem Grazer Krankenhaus durfte ein zwölfjähriges Mädchen bei einer echten Hirnoperation zusehen – und sogar den Bohrer halten! Während ein Patient auf dem OP-Tisch lag und um sein Leben kämpfte, machte das Kind auf Geheiß der Ärzte mit. Ein Albtraum, der nun mit einem Urteil endete, das fassungslos macht.
Denn die beteiligten Mediziner stehen jetzt tatsächlich als freie Menschen da. Das Gericht erklärte, es habe sich um ein „Missverständnis“ gehandelt. Keine Strafe, keine Konsequenzen – obwohl der Operationssaal für ein Kind zum Tatort unglaublicher Verantwortungslosigkeit wurde. Angehörige des Patienten sprechen von einer „Schande für die Medizin“.
In ganz Österreich tobt nun die Wut. Eltern, Patientenvertreter und selbst viele Ärzte verstehen die Entscheidung nicht. Wie konnte so etwas passieren – und warum bleibt es ohne Folgen? Das Vertrauen in die Klinik ist schwer erschüttert. Die Frage bleibt: Wer schützt uns, wenn das System selbst versagt?
