Dallas – Ein Justizsystem entblößt, ein Leben brutal ausgelöscht, ein Urteil, das bis heute nachhallt: Tommy Lee Walker wurde zum Opfer einer rassistischen Justiz, wie sie perfider kaum sein konnte. Was als glücklichster Tag seines Lebens begann – die Geburt seines Sohnes – endete nur Monate später in der Hinrichtungskammer. Der junge Afroamerikaner wurde von einer weißen Jury wegen Mordes verurteilt – obwohl er nachweislich zur Tatzeit am Krankenbett seiner Frau stand. Die Wahrheit interessierte niemanden. Es zählte nur eines: seine Hautfarbe.
Der Rückblick ist ein Schlag ins Gesicht des Rechtsstaats. Aussagen, die widersprüchlich waren, ein angebliches Geständnis, das unter Druck zustande kam, und ein Ermittlungsverfahren, das wie eine Hexenjagd gegen die schwarze Bevölkerung wirkte. Hunderte Unschuldige wurden ohne Anlass verhört, Hinweise ignoriert, entlastende Zeugenaussagen übergangen. Eine Justiz, die sich zum Handlanger des Hasses machte – in einem Staat, in dem Gerechtigkeit nur für Weiße galt. Das Ergebnis: Ein junger Vater wurde hingerichtet, obwohl er nach allem, was heute bekannt ist, unschuldig war.
Nun, sieben Jahrzehnte später, kommt die späte Rehabilitierung. In einem ergreifenden Moment treffen sich die Söhne des Opfers und des unschuldig Verurteilten. Zwei Männer, verbunden durch ein Verbrechen – aber nicht durch Hass, sondern durch Mitgefühl. Es ist ein symbolischer Akt der Versöhnung, doch er kann die monströse Tat nicht ungeschehen machen. Der Staat Texas trägt die Verantwortung für ein Justizversagen von historischem Ausmaß. Und für einen Mann, der starb, weil er schwarz war.
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