SOZIAL-KAHLSCHLAG AUS DEM ELFENBEINTURM – WIE DIE ELITEN DEN ALLTAG DER ARBEITENDEN ZERMAHLEN

Berlin bebt vor Wut und Fassungslosigkeit. Der Wirtschaftsrat der CDU bläst zum Frontalangriff auf den Sozialstaat und legt der Bundesregierung eine sogenannte Agenda vor, die wie ein kalter Abrissbirnenplan wirkt. Kanzler Friedrich Merz und seine Koalition sollen liefern, fordert der Verband – doch was als Reform verkauft wird, liest sich wie ein Abbauprogramm gegen jene, die das Land tragen. Steuern runter für Besserverdiener, Entlastungen für Unternehmen, während der Schutzschirm für Arbeitnehmer immer dünner wird. Hinter der Worthülse vom Aufstiegsversprechen lauert eine harte Wahrheit: Wer wenig hat, soll verzichten. Wer viel hat, soll geschont werden. Der Ton ist kühl, die Botschaft gnadenlos.

Besonders bitter trifft es die soziale Absicherung. Leistungen sollen gestrichen, Sicherheiten gekappt, Lebensleistungen entwertet werden. Arbeitslose sollen schneller fallen gelassen werden, Rentenversprechen verschwinden, der Ruhestand rückt weiter weg. Selbst Zahnarztbesuche werden zur Privatsache erklärt, als sei Gesundheit ein Luxusgut. Der Weg zur Arbeit verliert seinen Schutz, das Risiko bleibt beim Einzelnen. Generalsekretär Wolfgang Steiger poltert gegen eine angebliche Lethargie der Politik und beschwört Wachstum, doch der Preis ist hoch: Angst, Unsicherheit und eine Spaltung, die sich durch Betriebe und Familien frisst. Während Energiekosten und Bürokratie als Schlagworte herhalten, bleibt die Frage offen, wer die Lasten wirklich trägt.

Der politische Zoff eskaliert. Die SPD wird zur Zielscheibe erklärt, als Partei der Transferempfänger abgestempelt und für den Verlust der Arbeiterbasis verantwortlich gemacht. Doch die Warnung trifft auch die CDU selbst: Wer den Kurs mitträgt, riskiert den Bruch mit der sogenannten Mitte. Hinter der Klage über Abgaben und Steuern steckt ein Weltbild, das Leistung nur dort erkennt, wo sie sich rechnet. Das Versprechen vom sozialen Aufstieg droht zur leeren Parole zu werden. Am Ende bleibt der Eindruck eines Plans, der von oben diktiert wird – und unten Vertrauen zerstört.

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