In Kalifornien herrscht blanke Panik unter den Superreichen. Kaum machte die geplante Vermögenssteuer für Milliardäre ernsthaft die Runde, packten die ersten Finanzgiganten bereits ihre Koffer. Was Politiker als Schritt zu mehr Gerechtigkeit verkaufen, wird für den Bundesstaat zum regelrechten Albtraum. Innerhalb kürzester Zeit sollen mehrere der wohlhabendsten Unternehmer des Landes ihre Luxusvillen verkauft und ihre Firmenzentralen verlegt haben. Statt auf langwierige Debatten zu warten, ziehen sie die Reißleine – und verlassen Kalifornien in Scharen.
Besonders ein Ziel hat es den Steuerflüchtlingen angetan: Miami in Florida. Dort klingeln bei Immobilienmaklern die Telefone im Minutentakt. Luxusberater berichten von hektischen Anrufen, spontanen Privatflügen und Immobilienkäufen im Eiltempo. Wer über riesige Vermögen verfügt, will offenbar kein Risiko eingehen. Schon die bloße Aussicht auf milliardenschwere Steuerforderungen reicht aus, um jahrzehntelange Bindungen zu kappen. Was einst als Traumstaat für Unternehmer galt, wird nun von vielen als feindliches Terrain empfunden.
Hinter vorgehaltener Hand sprechen Makler und Berater von einem regelrechten Exodus der Geldelite. Auf exklusiven Veranstaltungen kursieren wilde Gerüchte über neue Gesetze, drohende Abgaben und mögliche Vermögensverluste in schwindelerregender Höhe. Die Stimmung unter den Betroffenen ist gereizt, das Vertrauen in die Politik erschüttert. Während in Sacramento weiter über die Zukunft der Steuerpläne gestritten wird, haben die Milliardäre längst entschieden: Sie stimmen nicht an der Wahlurne ab – sie stimmen mit den Füßen ab und verlassen Kalifornien für immer.
