TV-EKLAT BEI CARIN MIOSGA! NOURIPOUR GEHT AUF WADEPHUL LOS – „PECH GEHABT“ FÜR GESTRANDETE DEUTSCHE?

Was für ein Auftritt im ARD-Talk! Bei Caren Miosga flogen plötzlich die Fetzen. Auslöser: Hunderte, ja Tausende Deutsche sitzen in der Golfregion fest, Flüge gestrichen, Lufträume gesperrt, Unsicherheit pur. In einem zuvor aufgezeichneten Interview stellte die Moderatorin Außenminister Johann Wadephul die brisante Frage, ob die Bundesregierung angesichts der Lage schlicht nichts mehr für die Betroffenen tun könne. Der Minister blieb kühl, sprach von täglichen Informationen durch das Auswärtige Amt, verwies auf seit Wochen verschärfte Warnungen. Jeder habe die Nachrichten verfolgen können, jeder habe gewusst, dass es gefährlich werden könnte. Hilfe ja – aber im Rahmen des Möglichen.

Doch dann die nächste Spitze: Sind Evakuierungsflüge geplant? Wadephul wich aus, verwies erneut auf die Verantwortung der Reiseveranstalter. Diese seien kommerziell zuständig für den Rücktransport. Der Staat stehe im Kontakt mit den Unternehmen, alle Mitarbeitenden arbeiteten mit Hochdruck. Wer jetzt raus wolle, müsse versuchen, auf dem Landweg in ein Nachbarland zu gelangen, von wo aus noch Maschinen starten. Miosga fasste nach: Tragen Reisende also ein Stück weit selbst die Verantwortung, wenn sie trotz Warnungen fliegen? Wadephul bemühte sich um Empathie, sprach von Gestrandeten im Transit, wollte keine Vorwürfe erheben, versprach aber, man arbeite daran, möglichst viele in den kommenden Tagen nach Hause zu bringen.

Dann platzte Omid Nouripour der Kragen. Der Bundestagsvize, der die ganze Zeit sichtbar den Kopf geschüttelt hatte, ging frontal auf den Außenminister los. Eine Bundesregierung habe einen Eid geschworen, ihre Bürger auch in einer solchen Lage zu schützen. Es reiche nicht, wiederholt auf Warnungen zu verweisen. Man müsse konkret helfen, damit der gefährliche Landweg überhaupt möglich sei. Sollen sich deutsche Urlauber etwa mit anderen Touristen um Mietwagen streiten, um irgendwie aus der Krisenregion zu kommen? Das sei absurd und staatliche Aufgabe. Der Vorwurf stand im Raum, scharf wie ein Messer – doch das Interview war da bereits vorbei. Zurück blieb ein TV-Moment, der die Frage neu entfacht: Wie weit reicht die Verantwortung des Staates, wenn der Urlaub zum Albtraum wird?

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