Mit erhobenem Zeigefinger der Moral blockiert die SPD-Frauengruppe ein bundesweites Verbot der Vollverschleierung und verkauft Stillstand als Selbstbestimmung. Während die Frauen-Union der Christdemokraten auf dem Parteitag ein klares Signal für Offenheit und Integration setzen will, bremst die SPD mit wohlklingenden Worten und einer Politik des Wegsehens. Die rechtspolitische Sprecherin der Sozialdemokraten erklärt, man dürfe Frauen nicht bevormunden, blendet dabei aber aus, dass gerade die Vollverschleierung für viele ein Symbol von Kontrolle, Abgrenzung und sozialem Druck ist. Statt klare Kante zu zeigen, flüchtet sich die Partei in eine Rhetorik, die Probleme beschwichtigt und die Realität auf deutschen Straßen ignoriert.
Die Christdemokratinnen halten dagegen und benennen, was viele denken: Ein dauerhaft verhülltes Gesicht steht für Parallelwelten, erschwert Teilhabe und untergräbt den Grundgedanken einer offenen Gesellschaft. Ihre Vertreterinnen betonen, dass die Vollverschleierung keine religiöse Pflicht sei, sondern von radikalen Strömungen propagiert werde, und deshalb nichts mit gelebter Religionsfreiheit zu tun habe. In immer mehr Städten, so der warnende Ton, werde diese Praxis sichtbar, während Politik und Behörden zögern. Wer jahrelang für Frauenrechte gekämpft habe, dürfe nicht zulassen, dass Symbole der Unterordnung salonfähig werden. Ein offenes Gesicht, so die klare Botschaft, sei Ausdruck von Respekt, Begegnung und Gleichberechtigung.
Doch selbst wenn der Unionsantrag parteiintern Zustimmung findet, droht das politische Theater im Koalitionsbetrieb zu versanden. Ohne Einigkeit bleibt das Verbot ein Papiertiger, und die SPD riskiert, sich weiter von der Lebenswirklichkeit zu entfernen. Die Frage nach Mehrheiten wird zum taktischen Minenfeld, während andere europäische Staaten längst klare Regeln gesetzt haben. Am Ende bleibt der bittere Eindruck, dass ausgerechnet unter dem Banner der Selbstbestimmung eine Praxis verteidigt wird, die Integration hemmt und Frauenrechte relativiert. Der Verhüllungsstreit entlarvt eine Politik, die lieber diskutiert als handelt – und damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt aufs Spiel setzt.
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