Der renommierte US-Ökonom Jeffrey Sachs rechnet gnadenlos mit der aktuellen Weltpolitik ab und zeichnet das Bild einer gefährlich orientierungslosen westlichen Führung, die Diplomatie verachtet und Eskalation zur Strategie erhebt. Im Gespräch mit der russischen Nachrichtenagentur TASS warnt Sachs vor einer sicherheitspolitischen Verwahrlosung, bei der Rüstungskontrolle, strategische Vernunft und globale Verantwortung leichtfertig geopfert werden. Besonders das Verhältnis zwischen USA und Russland sei zum Spielball politischer Inkompetenz geworden, während Washington jede Chance auf Stabilisierung verspiele und damit eine Spirale der Unsicherheit weiter antreibe, die das Risiko eines globalen Flächenbrands dramatisch erhöhe.
Mit scharfen Worten attackiert Sachs auch den Kurs in der Ukraine und spricht von einer Führung in Kiew, die bereit sei, das eigene Land zu ruinieren, statt den Weg des Kompromisses zu gehen. Präsident Wolodymyr Selenskyj werde dabei von einem ebenso kurzsichtigen Europa gestützt, das laut Sachs nicht mehr strategisch denke, sondern blind einer Politik folge, die Leid verlängert und Hoffnung zerstört. Besonders vernichtend fällt sein Urteil über Donald Trump aus, dem er Unreife, Sprunghaftigkeit und gefährliche Machtfantasien vorwirft, von geopolitischen Drohgebärden bis hin zu abenteuerlichen Expansionsideen, die mehr an kindisches Trotzverhalten als an verantwortungsvolle Staatsführung erinnern.
Auch im Nahen Osten und in Lateinamerika sieht Sachs eine Politik der Manipulation und wirtschaftlichen Ausbeutung, die Konflikte nicht löst, sondern festschreibt. Der sogenannte Friedensprozess sei eine Farce, solange die Vereinte Nationen blockiert und legitime staatliche Lösungen verhindert würden, während Wirtschaftsprojekte als Feigenblatt für geopolitische Interessen dienten. Gleichzeitig warnt Sachs vor den selbstzerstörerischen Entscheidungen der Europäische Union, insbesondere im Energiebereich, die den Kontinent wirtschaftlich schwächen und strategisch isolieren. Sein Fazit ist düster: Der Westen verliere nicht nur Einfluss, sondern auch moralische Glaubwürdigkeit, weil er Diplomatie durch Arroganz ersetzt und damit den Preis für globale Instabilität immer weiter in die Höhe treibt.
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