Die hässliche Fratze roher Gewalt erschüttert die Thüringer Landeshauptstadt im Nachgang der massiven Protestkundgebungen, bei denen die Jagd auf Berichterstatter eine völlig neue, erschreckende Dimension erreicht hat. Am Rande der politischen Großveranstaltung kam es zu unbarmherzigen Jagdszenen, als eine aggressive Meute gezielt Jagd auf Medienvertreter machte, diese mit wüsten Beschimpfungen überzog, mit fliegenden Geschossen eindeckte und schließlich mit brutalen Tritten sowie brutaler körperlicher Gewalt traktierte. Ein flüchtender Reporter wurde dabei von heftigen Schlägen getroffen und sackte blutend zusammen, sodass er mit einer klaffenden Kopfverletzung im Krankenhaus notversorgt werden musste, während mutige Gesetzeshüter im letzten Moment dazwischengingen, um noch Schlimmeres zu verhindern. Nun feiert die eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei einen ersten, wegweisenden Fahndungserfolg und entlarvt nach der akribischen Auswertung von umfangreichem Bildmaterial sowie zahlreichen Zeugenaussagen einen jungen Verdächtigen aus der lokalen, gewaltbereiten Extremistenszene, der auf den Aufnahmen überdeutlich beim rücksichtslosen Zuschlagen zu sehen ist.
Doch anstatt einer Welle der tiefen Bestürzung und einer klaren, unmissverständlichen Distanzierung folgt der nächste ungeheuerliche Skandal, der für eine Welle der bundesweiten Empörung sorgt und fassungslos macht. Das tonangebende Aktionsbündnis der Blockierer stellte sich im Rahmen einer eilig einberufenen Pressekonferenz nicht etwa schützend vor die verletzten Opfer, sondern goss mit einer unfassbaren Täter-Opfer-Umkehr bereitwillig weiteres Öl ins lodernde Feuer der Gewalt. In einer perfiden Argumentation rechtfertigten die Sprecher des Bündnisses die blutigen Angriffe und diffamierten die attackierten Journalisten auf das Schändlichste, indem sie ihnen öffentlich den Status als echte Medienvertreter absprachen und den Betroffenen im Nachhinein sogar die alleinige Schuld für die Eskalation der Situation in die Schuhe schoben. Diese offene Verhöhnung der Pressefreiheit entlarvt die demokratiefeindliche Gesinnung derer, die sich eigentlich den friedlichen Protest auf die Fahnen geschrieben hatten.
Die Dimensionen dieser Krawalltage erweisen sich bei genauerer Betrachtung als ein absoluter Albtraum für die innere Sicherheit, da die Liste der polizeilich erfassten Delikte schier endlos lang ist und neben schweren Körperverletzungen auch dreiste Diebstähle sowie massive Sachbeschädigungen umfasst. So geriet ein weiterer Journalist ins Visier krimineller Täter, die ihn gemeinschaftlich bedrängten und ihm im Tumult das Mobiltelefon raubten, während an anderer Stelle ein unbeteiligter Kameramann unter heftiger Nötigung lief und seine technische Ausrüstung massiv attackiert wurde. Die Ermittler stehen vor einem gewaltigen Berg an Strafanzeigen und Ordnungswidrigkeiten, die sowohl am eigentlichen Einsatzwochenende als auch im Zuge der intensiven Voraufklärung aktenkundig wurden. Während die Justiz die Schlinge um die namentlich bekannten Tatverdächtigen nun immer enger zieht, bleibt das Erschrecken über ein System der organisierten Einschüchterung, das Journalisten mundtot machen und die freie Berichterstattung im Keim ersticken will.
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