Clan-Kriminalität: Staatsanwaltschaft Osnabrück klagt vier Männer wegen 24 Straftaten an!

Nach niedersachsenweiter Razzia im Dezember – Bankkundin 50.000 Euro entrissen und Weihnachtsgeschenke geplündert?

Osnabrück. Nach der niedersachsenweiten Razzia im Dezember vergangenen Jahres hat die Zentralstelle zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück jetzt Anklage gegen vier Männer erhoben. Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) berichtet, werden dem Quartett insgesamt 24 Straftaten in wechselnder Zusammensetzung zwischen Weihnachten 2015 und Oktober 2020 zur Last gelegt. Den Wert der Beute beziffern die Ermittler mit mehr als 400.000 Euro. Darunter sollen sich neben Gold auch Weihnachtsgeschenke befunden haben, die bei Wohnungseinbrüchen entwendet worden sein sollen.

Zudem sollen die Angeklagten im März 2020 einer Frau in Braunschweig 50.000 Euro entrissen haben, die sie kurz zuvor bei einer Bank abgeholt hat. Nach Auffassung der Ermittler gab ein Angehöriger zweier Angeklagter der Bande den entsprechenden Hinweis. Der Mann soll zu dem Zeitpunkt als Sicherheitsmann in der Bank gearbeitet haben. Staatsanwaltschaft und Polizei ordnen die Familienmitglieder laut „NOZ“ dem Bereich der sogenannten Clan-Kriminalität zu.

Das Landgericht Osnabrück muss noch über Zulassung der Anklage entscheiden. Verhandlungstermine sind noch nicht angesetzt. Alle vier Angeklagten befinden sich in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft in Osnabrück ist eine von niedersachsenweit vier Schwerpunktstaatsanwaltschaften gegen Clan-Kriminalität, die im vergangenen Jahr ihre Arbeit aufgenommen haben. Im Dezember 2020 ließ sie im Zuge dieses Ermittlungsverfahrens 21 Wohn- und Geschäftsräume in Niedersachsen durchsuchen.

Neue Osnabrücker Zeitung

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