Corona: Fallzahlen in Sachsen-Anhalt steigen rasant – Schulunterricht beeinträchtigt!

Das Coronavirus kommt mit Macht zurück. In Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen binnen weniger Wochen mehr als verdoppelt, wie die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Mittwoch) berichtete. So meldete das Landesamt für Verbraucherschutz zuletzt 1.968 neue Ansteckungen. Ende Oktober hatte der Wert noch bei 917 gelegen. Die landesweite Inzidenz, also die Zahl der Infektionen auf 100.000 Einwohner, liegt laut Pandemieradar des Bundesgesundheitsministerium derzeit bei 65. Das sind zwar sieben weniger als eine Woche zuvor, es ist aber nach wie vor der mit Abstand höchste Wert bundesweit. Danach folgt Sachsen mit einer Inzidenz von 53. Der bundesweite Wert liegt bei 28.

Experten wie der Virologe Klaus Stöhr, der lange für die Weltgesundheitsorganisation gearbeitet hat, geben dennoch Entwarnung. “Der Winter ist nun einmal die Zeit der Atemwegserkrankungen”, sagte er der Zeitung, “insgesamt ist die Situation aber jetzt wieder fast vergleichbar wie vor der Pandemie.” Die steigenden Zahlen lassen sich laut Stöhr damit erklären, dass Patienten in Arztpraxen zwar auf Corona getestet werden, aber nicht auf andere Erreger wie etwa das Influenza-Virus.

Unterdessen beeinträchtigt die Krankheitswelle auch den Schulunterricht. Derzeit fielen landesweit zehn bis 15 Prozent der Lehrkräfte aus, sagte ein Sprecher des Landesschulamts dem Blatt. “Dabei spielt auch Corona eine Rolle.” Punktuell würden an bestimmten Schulen einzelne Klassen wieder mit Aufgaben nach Hause geschickt, weil das Personal fehle. Distanzlernen sei allerdings das letzte Mittel für Schulen in Not. Zum Vergleich: Vor einem Jahr war rund ein Viertel der Lehrkräfte krankheitsbedingt ausgefallen. “Davon sind wir noch weit entfernt.”

Mitteldeutsche Zeitung