Es ist ein Bild, das an Zynismus kaum zu überbieten ist und jeden deutschen Steuerzahler zur Weißglut treiben muss: Während in der peruanischen Hauptstadt Lima nagelneue, blitzsaubere und kilometerlange Radwege eingeweiht werden, auf denen die Menschen fröhlich in die Zukunft radeln, starren wir in Deutschland auf rostige Stahlträger, bröckelnden Beton und gesperrte Brücken, die zum Symbol unseres eigenen Niedergangs geworden sind. Man muss sich diese absurde Realität einmal auf der Zunge zergehen lassen: Ein südamerikanisches Schwellenland investiert sichtbar in moderne, bürgernahe Infrastruktur, und wir, die einstige Export- und Ingenieursnation, die Wirtschaftsmacht im Herzen Europas, schaffen es nicht einmal mehr, unsere wichtigsten Lebensadern am Leben zu erhalten. Das ist kein Witz, das ist der tägliche, nervenaufreibende Wahnsinn auf unseren Straßen, eine Bankrotterklärung live und in Farbe. Wer jeden Morgen über die A45 bei Lüdenscheid blicken muss oder im Stau vor einer der tausenden maroden Brücken im Land steht, der fragt sich unweigerlich: Haben wir es komplett verlernt? Haben unsere Politiker jeden Bezug zur Realität der hart arbeitenden Menschen verloren? Es ist doch ein Schlag ins Gesicht für jeden Pendler, jeden LKW-Fahrer, jede Familie, die im Stau-Chaos versinkt, wenn man gleichzeitig sieht, wie anderswo Fortschritt gemacht wird. Peru ist ja nur ein Beispiel, aber es trifft den wunden Punkt perfekt. Dort wird geklotzt, hier wird nur noch verwaltet, verschoben, vertröstet. Die Schlaglöcher in unseren Kommunalstraßen sind so tief, dass man Angst um seine Achsen haben muss, der Zustand vieler Schulen ist eine Zumutung für unsere Kinder und die Bahn… über die Bahn will man gar nicht mehr reden. Alles ist marode, alles ist auf Verschleiß gefahren, kaputtgespart bis zum Gehtnichtmehr. Und dann kommen die Experten und Bürokraten mit ihren billigen Ausreden: Die Planung sei zu komplex, die Genehmigungsverfahren dauerten ewig, der Fachkräftemangel sei schuld. Man redet von einem „Modernisierungsstau“, als wäre es eine Naturkatastrophe, dabei ist es hausgemachtes Versagen auf ganzer Linie. Was nützen uns die schönsten Sonntagsreden über Digitalisierung und Klimaschutz, wenn die absolute Grundlage unseres Wohlstands, eine funktionierende Infrastruktur, vor unseren Augen zerfällt? Es ist die pure Arroganz der Politik, die Milliarden für Prestigeprojekte und für alle Welt ausgibt, aber das eigene Fundament verrotten lässt. Die Bilder aus Peru sind deshalb mehr als nur ein ferner Gruß aus Südamerika, sie sind eine schallende Ohrfeige für Deutschland. Sie zeigen uns, was möglich wäre, wenn man wollte, wenn der politische Wille da wäre, die Probleme der eigenen Bevölkerung endlich ernst zu nehmen. Doch stattdessen verwalten wir den Mangel und schauen zu, wie unser Land immer mehr den Anschluss verliert. Die quälende Frage, die am Ende bleibt, ist: Während anderswo die Zukunft gebaut wird – wie lange wollen wir uns diesen organisierten Stillstand noch gefallen lassen, bevor alles zusammenbricht?
DER GROSSE DEUTSCHLAND-FRUST: In Peru glänzen die Radwege, während bei uns die Straßen und Autobahn-Brücken verrotten!
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