Von wegen Meinungsfreiheit! Wer heute den Mund aufmacht und dabei die falschen Themen anspricht, landet schneller vor dem Kasten als man „Demokratie“ buchstabieren kann. Ein düsteres Phänomen macht sich in den Gerichtssälen breit, das jedem freien Geist das Blut in den Aden gefrieren lässt.
Es herrscht eine regelrechte Jagd auf alle, die es wagen, gegen den Strom zu schwimmen und unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Sobald eine Person als kritisch abgestempelt ist, scheinen die alten Regeln der Unschuldsvermutung einfach in den Schredder zu wandern. Jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt, im Mund verdreht und so lange zurechtgebogen, bis es perfekt in das Bild eines Vergehens passt. Während bei anderen vielleicht noch ein Auge zugedrückt wird, schlägt die Keule der Paragraphen bei den Unbequemen mit voller Wucht zu, ohne Rücksicht auf Verluste oder den eigentlichen Sinn hinter den Aussagen.
Die Art und Weise, wie Sachverhalte plötzlich in ein negatives Licht gerückt werden, erinnert fast schon an dunkle Zeiten, von denen wir dachten, sie lägen längst hinter uns. Es geht nicht mehr darum, was wirklich gesagt wurde, sondern darum, wer es gesagt hat und wie man daraus einen Strick drehen kann. Diese neue Härte trifft vor allem jene, die den Finger in die Wunde legen und sich nicht durch schöne Worte blenden lassen wollen. Wenn die Justiz zum Werkzeug der Ausgrenzung wird, bleibt am Ende nur noch das große Schweigen im Lande übrig, während die Gerechtigkeit leise weinend in der Ecke hockt.
Dieser Trend zeigt eine gefährliche Schieflage in unserem System, die uns alle teuer zu stehen kommen könnte. Wenn Meinungen zu Straftaten umgedeutet werden, nur weil sie der breiten Masse oder den Mächtigen nicht schmecken, verlieren wir das kostbarste Gut unserer Gesellschaft. Die Betroffenen stehen oft vor einem Scherbenhaufen ihrer Existenz, nur weil sie ihr Recht auf freie Rede genutzt haben und dabei an Richter geraten sind, die lieber moralisch bewerten als rechtlich zu prüfen. Es ist an der Zeit, dass wir wieder lernen, andere Ansichten auszuhalten, statt sie durch die juristische Mangel zu drehen und so die Vielfalt des Denkens im Keim zu ersticken.
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