Die Berufswelt in der Post-Corona Ära

Die sich stets wandelnde Gesellschaft ist uns allen nur zu gut vertraut. Die weltweite Corona-Pandemie bringt hier zusätzlichen Veränderungsdruck. Viele Arbeitsplätze, soweit technisch machbar, wurden mal „eben so“ in die heimische Sphäre der Arbeitnehmer verlagert. Das bringt allerhand durcheinander. Nicht selten zerdeppert es das bisherige klare Konzept von Arbeit, Freizeit und Familie und die bislang gelebte Abgrenzung dieser Bereiche. Das sind einschneidende Änderungen in den sozialen Abläufen vieler Menschen, was die Gesellschaft schlagartig und nachhaltig verändern wird.

Aktuell ist also nicht die beste Zeit, sich nach anderen oder neuen Möglichkeiten umzusehen. Traditionell gelten Januar und Februar als beste Zeit des Jahres für mögliche berufliche Veränderungen. Es sind die Monate, in denen die meisten Unternehmen aktualisierte Budgets und Umsatzprognosen erhalten. Führungskräfte haben eine bessere Vorstellung davon, was sie brauchen und ob sie es sich leisten können, neues Personal einzustellen. Frühling und Herbst sind also die eigentlichen Zeiten mit guten Prognosen, während die Sommerzeit und die Wintermonate November und Dezember deutlich geringeren Bedarf verheißen.

Die Pandemie ändert allerhand

Die Pandemie hat fast alle geltenden Muster hart unterbrochen. Während Branchen wie das Hotel- und Gaststättengewerbe, der Einzelhandel, die Lebensmittel- und Getränkeindustrie hart getroffen wurden, boomten andere Branchen. Das kann allerdings über den allgemeinen Niedergang nicht hinwegtäuschen. Aber genau genau diese neuen Möglichkeiten gilt es herauszufinden. So unterscheiden sich denn auch die vielen Tipps dazu. Hier eine weitere Sicht auf die Dinge, wann die Chancen besser sein sollen einen Jobwechsel vorzunehmen. Alles in allem betreten wir den Arbeitsmarkt betreffend allerhand Neuland

Berufsbilder von morgen

Wie es derzeit aussieht, werden wir wohl Berufsbilder hinzubekommen, von denen man vor der Pandemie nicht zu träumen wagte. Wie wäre es beispielsweise mit dem/der Pandemieberater/in. Aus jetziger Sicht der Dinge und nach den geltenden Definitionen der Pandemie werden wir da vermutlich niemals mehr herauskommen. Selbiges dürfte für den Bereich der Wahrheitsfindung oder -vertuschung zutreffen. Dafür bedarf es massenhaft sogenannter Faktenchecker/innen. Natürlich braucht es begleitend Digitale Bestatter/innen, die sich um die digitalen Nachlässe der uns verlassenden Menschen kümmern. Und damit wir in jeder Lebenssituation gut aussehen und allzeit Spitzenleistungen im runderneuerten Hamsterrad erbringen können, sollte man selbst Körperteilingenieure und -ingenierinnen nicht aus dem Blick verlieren.

Und bei einer derart neugeordneten Berufswelt, um nicht zu sagen der gesamten Gesellschaft, werden selbst die Feelgood-Manager und Offline-Therapeuten fette Pfründe vorfinden. Das sind in der Post-Corona-Zeit ganz normale Erscheinlichkeiten einer geistig degenerierenden Gesellschaft, deren Eigentümlichkeit es sein wird jedes Wehwechen irgendwie zu kommerzialisieren. Diese Berufs-Wunder-Liste ließe sich auf abstruseste Art und Weise erweitern. Was heute noch Kopfschütteln verursacht, wird morgen bereits Realität sein und uns in ein paar Jahren völlig normal erscheinen. Vorausgesetzt wir schaffen es, unseren einstmals hochgelobten gesunden Menschenverstand weiterhin so elegant abschalten zu lassen.

Der Blick nach vorn und hinten

Es ist zweifellos für alle im Moment eine durchwachsene Phase und mit Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, Entlassungen und vielem mehr scheint es auf dem Arbeitsmarkt eine schwierige Zeit zu sein. Es ist nicht abzusehen, wann der Arbeitsmarkt wieder anzieht, aber „Experten“ meinen, dass sich die Wirtschaft wieder relativ schnell erholen wird. Das ist schließlich Aufgabe der Beruhigungs-Experten. Die „Schönfärberei“ der Arbeitsmarktlage: Deutlich mehr „Neu-Arbeitslose“ und weniger offene Stellen! … hat mindestens eine ebenso lange Tradition.

 

Sofern die sich zwangsläufig ergebende Umgestaltung der Gesellschaft nicht den Menschen zum Mittelpunkt macht, sondern lediglich die Intensivierung des Kommerzes, besteht die Möglichkeit, dass es ziemlich trübe wird. Aber genau an dem Punkt ist jeder Mensch für sich gefragt, ob er sich selbst, nicht im egoistischen Sinne, in den Mittelpunkt stellen möchte, oder ob er nur der Herde und dem ausbeuterischen Kommerz folgen möchte. Kein einfacher Weg, aber ein lohnenswerter, wen man sich für eine menschlichere Gesellschaft verwenden möchte.