Die Hetzer „Impfquote drastisch steigern“ – RKI-Chef Wieler warnt vor vierten Welle „mit fulminantem Verlauf“

Mit Warnungen vor einer „vierten Welle“ im Herbst wird weiter offiziell Stimmung für die Impfkampagne gemacht. So erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Berlin. Lothar Wieler, Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), behauptete: „Wenn wir die aktuellen Impfquoten nicht drastisch steigern, dann kann die aktuelle vierte Welle im Herbst einen fulminanten Verlauf nehmen.“ Wieler erklärte auf der Pressekonferenz, die Zahl der Menschen steige derzeit, die im Krankenhaus wegen COVID-19 behandelt werden müssten – insbesondere auch bei jüngeren Menschen. Die allermeisten von ihnen seien ungeimpft. Nach seinen Worten sei das Risiko, mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus zu müssen bei Geimpften derzeit zehnmal geringer als bei Ungeimpften. Laut Schätzungen des RKI seien durch Impfungen zwischen Januar und Juli etwa 77.000 Krankenhausaufenthalte und rund 20.000 Fälle auf Intensivstationen verhindert worden. Das sei ein „wirklich großartiger Erfolg der Impfung“, so Wieler laut dpa. Auf welcher Grundlage die Zahlen ermittelt wurden und wie sie mit anderen Situationen verglichen wurden, erklärte der RKI-Chef den Berichten nach nicht. In den letzten Wochen gab es vermehrt Kritik von Wissenschaftlern und Experten, wie dem Medizinstatistiker Gerd Antes, an der unzureichenden und unklaren Datenerhebung in der Pandemie auch durch das RKI. Doch darauf ging dessen Präsident den Berichten nach ebenfalls nicht weiter ein.

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